Von Nils Reschke 0
Pech für Schieber

Marco Reus schießt Eintracht Frankfurt im Alleingang ab

Im Kampf um einen Platz für die direkte Qualifikation zur Champions League ist Borussia Dortmund dank Marco Reus ein sportliches Ausrufezeichen gelungen. Der BVB vesiegte Verfolger Eintracht Frankfurt in aller Deutlichkeit mit 3:0 (2:0).


Was soll man dazu noch anderes sagen als: Chance vertan! Nach seiner Roten Karte gegen den Hamburger SV wurde Borussia Dortmunds Stürmer Robert Lewandowski, um den sich Gerüchte über einen Wechsel zum FC Bayern München hartnäckig halten, für drei Spiele gesperrt. Eigentlich wäre das die große Chance für Julian Schieber gewesen, der sich meist immer hinten anstellen muss. Drei Spiele Zeit also für Schieber, um auf sich aufmerksam zu machen? Von wegen! Schon nach einer halben Stunde sah der Stürmer die Gelb-Rote Karte gegen Eintracht Frankfurt und muss deswegen auch im nächsten Spiel des deutschen Meisters pausieren.

Dumm gelaufen also für Julian Schieber. Was man vom BVB trotz Unterzahl nicht behaupten konnte. Ganz im Gegenteil: Die Borussia lieferte im Topspiel des 22. Spieltags in der Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt eine famose Leistung ab und siegte im Signal-Iduna-Park mit 3:0 (2:0).

Der alles überragende Mann auf dem grünen Rasen hieß dabei Marco Reus. Dem kleinen Dribbler gelangen alle drei Tore für die Schwarz-Gelben. Vor allem aber hatte er mit seinem schnellen Doppelpack maßgeblichen Anteil daran, dass die Elf von Jürgen Klopp schnell in die Erfolgsspur fand. In der achten und zehnten Minute schon hatte Reus doppelt zugeschlagen. Der Überraschungsaufsteiger rannte also früh einem 0:2 hinterher.

Nach dem Seitenwechsel probierten die Hessen noch einmal alles, doch der BVB überzeugte numerisch unterlegen läuferisch wie spielerisch und machte nach 65 Minuten schließlich den Deckel drauf. Einen tollen Pass von Ilkay Gündogan erreichte Mario Götze, der mit aller Übersicht auf Reus abgelegt hatte. Und der ließ sich nicht zwei Mal bitten, um zum dritten Mal jubelnd abzudrehen. Kevin Trapp im Tor der Gäste, in dieser Saison sicherlich einer der stärksten Keeper, konnte einem da schon fast leid tun. An allen drei Gegentoren blieb der Torwart der Hessen jedenfalls ohne Abwehrchance. Als dann Frankfurts Takashi Inui ebenfalls Gelb-Rot sah, war die Frankfurter Gegenwehr endgültig gebrochen.


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