Von Mark Read 0
Große Auszeichnung

Manuel Neuer: Sein steiler Aufstieg zum "Fußballer des Jahres"


Manuel Neuer ist auf dem Gipfel: Am Wochenende wurde der Nationaltorwart in Diensten des FC Bayern München zu "Deutschlands Fußballer des Jahres" gewählt. Der vorläufige Höhepunkt in der Karriere des gebürtigen Gelsenkircheners, der jedoch mit gerade einmal 25 Jahren noch eine große Zukunft vor sich. Die Geschichte eines steilen Aufstiegs.

Wohl kaum ein Fußballer hat in den vergangenen Monaten für größeren Wirbel gesorgt als Manuel Neuer. Schuld daran waren aber nicht etwa schlechte Leistungen, sondern sein Wechsel vom FC Schalke 04 zu Bayern München. Neuer ist gebürtiger Gelsenkirchener, spielte seit frühester Kindheit für Schalke und früher selbst Hardcore-Fan der "Königsblauen". Und genau damit hatten einige Anhänger seines neuen Vereins ein gewaltiges Problem. Die Bayern-Ultras gingen gegen Neuers Wechsel auf die Barrikaden und legten sich offen mit der Vereinsführung an. Dadurch stieß der stille, unscheinbare Neuer unabsichtlich eine riesige Debatte um den Machtkonfliktzwischen Vereinsbossen und -Fans an. Dabei will der Spieler selbst ganz andere Dinge: Seinen Kasten sauber halten und Erfolge feiern.

Ersteres tut Neuer nun schon seit fünf Jahren mit Bravour, mit zweiterem klappte es noch nicht so ganz. Zwar gewann der blonde Hüne mit der U-21-Nationalmannschaft 2009 den Europameister-Titel, doch auf Vereinsebene sprang bis zum Gewinn des DFB-Pokals im Mai noch nichts heraus. Das soll sich jetzt ändern: Nach insgesamt 20 Jahren auf Schalke, nach über 150 Bundesligaspielen für den Verein seiner Jugend sucht er nun in München beim deutschen Rekordmeister eine neue Herausforderung. Dort sind Titel immer möglich, dort wird er jedoch auch unter größerem Druck stehen als je zuvor.

Allerdings hat Neuer seit seinem Bundesliga-Debüt am 19. August 2006 oftmals bewiesen, dass er unter Druck am besten ist. In der vergangenen Saison lief es für Schalke richtig mies, und nur dank Neuers großartigen Paraden geriet der Kult-Klub aus dem Revier nicht in arge Abstiegsnöte. Auch im Nationaltor bei der WM 2010 sorgte Neuer in brenzligen Partien, etwa dem dritten Vorrundenspiel gegen Ghana, dafür, dass unsere Jungs kurzzeitig sogar vom Titel träumen durften. Er ist mit Sicherheit der beste Torwart Deutschlands und einer der besten weltweit. Die Auszeichnung zu "Deutschlands Fußballer des Jahres" ist eine verdiente Ehrung und wird sicherlich nicht die letzte ihrer Art bleiben.


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