Von Nils Reschke 1
Ehre für Manfred Krug

Manfred Krug erhält in Berlin das Bundesverdienstkreuz

Den Beruf des Schauspielers vermisse er nicht. Geschmeichelt fühlte sich Manfred Krug, der am Montag das Bundesverdienstkreuz erhielt, dennoch.


Noch als ganz junge Fernsehzuschauer haben wir Manfred Krug zwei Jahre lang in der „Sesamstraße“ an der Seite von Samson, Tiffy und Co. erlebt. Als Franz Meersdonk war der gebürtige Duisburger mehrere Jahre in der gleichnamigen ARD-Serie „Auf Achse“. Und zwölf Jahre lang verkörperte der 76-Jährige den Rechtsanwalt Robert Liebling in „Liebling Kreuzberg“.

Mittlerweile ist es still geworden um Manfred Krug, der am Montag allerdings noch einmal ins Rampenlicht zurückkehrte. Von Bürgermeister Klaus Wowereit bekam der Schauspieler im Roten Rathaus in Berlin das Bundesverdienstkreuz verliehen. Man würdigte Krug „als gesamtdeutscher Künstler, der nicht immer geradeaus ging“. Krugs Eltern zogen zwei Jahre nach seiner Geburt in die gerade neugegründete DDR.

Manfred Krug vermisst Schauspielerei nicht

Dort machte er sich bald schon einen Namen – und eckte nicht selten an. Er setzte sich für den Liedermacher Wolf Biermann und gegen dessen Ausbürgerung ein. Prompt bekam er ein Berufsverbot. Die Schauspielerei, ließ Manfred Krug bei der Feierstunde wissen, vermisse er keineswegs. Doch er danke herzlich für die „wunderschöne Streicheleinheit“ in Form des Bundesverdienstkreuzes.


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