Von Andrea Hornsteiner 0
Zu viel Propaganda?

Madonna verärgert russische Politiker

Madonna hat sich gewaltigen Ärger eingehandelt! Auf einem Konzert in Russland rief sie zu mehr Solidarität für Schwule und Lesben auf. In Russland ist das aber verboten. Jetzt droht ihr eine Anzeige.


"Wir alle verdienen Liebe", verkündete Madonna am Donnerstagabend auf einem Konzert in St. Petersburg. Die 53-Jährige beklagte eine weltweit "wachsende Intoleranz" und hatte als Zeichen ihrer Solidarität mit den in Russland ausgegrenzten Homosexuellen rosafarbene Armbänder an die Fans verteilt. Madonna ließ dann ihre Fans zum Protest die Hände mit den Armbändern heben.

In St.Petersburg gilt aber ein international umstrittenes Gesetz, das "Homosexuellen-Propaganda" verbietet. Bereits vor dem Konzert hatten zahlreiche russisch-orthodoxe Christen gegen Madonnas Konzert protestiert.

Ein Stadtparlamentarier drohte mit einer Anzeige, sollte Madonna gegen das Verbot von "Schwulenpropaganda" verstoßen haben. "Ausländer haben kein Recht, uns ihre Lebensregeln zu diktieren", teilte wiederum eine konservative Gewerkschaft mit.

Des Weiteren wurde der Pop-Star als "eine ideologische Waffe des Westens, die moralisches Verderben über Russland bringe" beschimpft.

Doch Madonna hatte bereits zuvor schon provoziert. Am Dienstagabend unterstützte sie in Moskau die drei inhaftierten Frauen der russischen Punkband Pussy Riot, die gegen Wladimir Putin und Patriarch Kirill protestiert hatten.

 

Vor mehr als 20.000 Menschen forderte die 53-Jährige mit einem Schriftzug auf dem Rücken und bekleidet mit einer Sturmmaske Freiheit für Pussy Riot und freie Meinungsäußerung.

Der russische Vizeregierungschef Dmitri Rogosin sorgte mit einem Kommentar auf Twitter für großen Wirbel: "Jede frühere B. sehnt sich im Alter danach, allen Lektionen in Moral zu erteilen".

 

"B." steht in Russland für "Bljad", was soviel wie "Schlampe" oder "Hure" heißt.


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