Von Nils Reschke 0
Ösi-Star vor einem Wechsel

Macht Marko Arnautovic bei Werder Bremen den Abflug?

Dynamo Kiew will Marko Arnautovic – unbedingt. Und die Ukrainer wedeln schon kräftig mit den Euroscheinen, bieten dem Österreicher ein stolzes Gehalt. Bundesligist Werder Bremen gerät in Not.


Werder Bremen, das ist hinlänglich bekannt, zählt nicht zu den reichsten Vereinen in der Bundesliga. Die Hanseaten wirtschaften stets bescheiden und machen keine irren Dinge auf dem Transfermarkt. Diese Philosophie funktionierte lange Zeit sehr erfolgreich, als noch die Einnahmen vor allem aus der Champions League da waren. Doch seit zwei Jahren spielt Werder nicht mehr international und droht jetzt seinen nächsten Star zu verlieren. Denn Dynamo Kiew flirtet mit dem Ösi-Star Marko Arnautovic. In der Ukraine ist der Transfermarkt noch bis zum 1. März geöffnet.

Und die Osteuropäer machen anscheinend ernst und haben Arnautovic, der bei Werder Bremen noch einen Vertrag bis 2014 besitzt, ein Jahresgehalt von drei Millionen Euro geboten. Netto, versteht sich. An der Weser verdient der Österreicher zwei Millionen Euro brutto, also noch nicht einmal die Hälfte. Wer will es ihm da verdenken, wenn der 23-Jährige ins Grübeln kommt. Arnautovic sagt nur: „Ob ich bleibe, ist eine schwere Entscheidung für mich.“ Das hört sich nicht gerade wie eine Liebeserklärung für die Bremer an. Jenen Verein, der auch in schwierigen Zeiten zum Österreicher stand, ihn geschützt hat, als die Medien über ihn herfielen. Vielleicht ist einer der letzten Stars im Kader von Werder Bremen ja schon schneller weg, als die Werder-Fans gucken können.

Auf Thomas Eichin wartet also gleich eine harte Nuss. Der Sportchef hat erst am Donnerstag seinen Dienst an der Weser angetreten und bestätigte mittlerweile: „Es ist richtig, dass sich Interesse aus Kiew konkretisiert hat. Es gab ein Gespräch mit Dynamo.“ Doch auch wenn für Bremen einige Millionen an Ablöse locken – verkaufen kann Werder Arnautovic eigentlich nicht. In Deutschland ist der Transfermarkt bis zum Sommer längst geschlossen, ein Ersatz sitzt also nicht drin. Der österreichische Nationalspieler war in der Hinrunde zudem einer der besten Kicker im grün-weißen Trikot. Mal schauen wie diese Geschichte weitergeht.


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