Von Nils Reschke 0
EM 2012

Lukas Podolski: Voller Tatendrang Richtung Jubiläum

Nationalspieler, die es auf 100 Einsätze gebracht haben, sind rar gesät. Für Lukas Podolski könnte dieses Jubiläum aber noch während der EM 2012 Wirklichkeit werden – und das womöglich in seinem Geburtsland Polen. „Für mich ist dieses Turnier alleine schon deswegen etwas ganz Besonderes“, sprüht „Prinz Poldi“ voller Elan.


Der Countdown bis zur Fußball-EM 2012 in Polen und der Ukraine läuft. Noch sind es zwei Wochen, bis die Europameisterschaft angepfiffen wird. Am 9. Juni wird es dann für die deutschen Kicker ernst, die sich derzeit im französischen Tourrettes vorbereiten. Und wie kein zweiter brennt Lukas Podolski derzeit auf dieses Turnier, in dem auf das DFB-Team in der Gruppe B eine Mammut-Aufgabe wartet: die Holländer, unbequeme Dänen – und zum Auftakt auch noch Portugal mit Superstar Cristiano Ronaldo. Für „Prinz Poldi“ alles kein Problem.

Auf der Pressekonferenz vor der Abreise nach Basel, wo die deutsche Mannschaft ihren ersten von zwei Tests gegen die Schweiz absolviert, meinte der ehemalige Kölner, wie entscheidend bei der EM 2012 dieses erste Match gegen Portugal sein wird: „Gegen Portugal muss der Baum brennen. Da muss der Rasen brennen, da muss alles brennen.“ Podolski brennt auch, und wie! Er zeigt nach dem Abstieg „seines“ 1. FC Köln auch, wie man mit persönlichen sportlichen Niederlagen umzugehen hat – immer weiter nach vorne schauen. Ein Fingerzeig sicherlich auch an die Bayern nach ihren drei verlorenen Titeln.

„Wir sind so gut und haben uns in den letzten Jahren sehr gut entwickelt, dass wir sagen können, wir holen den Titel“, meinte Lukas Podolski voller Tatendrang. Was aber genau spornt ihn so an? Zum einen ist das natürlich seine tiefe Verbundenheit zu seinem Geburtsland Polen. Zum anderen allerdings steht der „Prinz“ auch unmittelbar vor seinem 100. Länderspieleinsatz. Auf 95 Spiele für Deutschland kommt er bereits, gegen die Schweiz wird wohl Match Nummer 96 folgen, eventuell gegen Israel der 97. Einsatz. Dann winkt ihm schon zum Abschluss der Gruppe B gegen Dänemark das Jubiläum, spätestens aber – sofern nichts dazwischen kommt – im Viertel-, allerspätestens im Halbfinale. „Prinz Poldi“ geht mit gutem Beispiel voran.


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