Von Nils Reschke 0
Prinz Poldi im Rekordtempo

Lukas Podolski trifft so schnell wie kein anderer zuvor

Einen Seitenhieb gab es nur versteckt: „Es ist wichtig, was der Bundestrainer sagt“, meinte Lukas Podolski später. Oliver Bierhoff hatte den Nationalspieler massiv kritisiert.


Es gab vor dem Länderspiel gegen Ecuador kleinere Schauplätze, wo sich die Beteiligten innerhalb des Teams ihre Meinung sagten. Oliver Bierhoff, der Manager der DFB-Elf, meinte etwa über Lukas Podolski, einem der wenigen Stammspieler, die Joachim Löw geblieben waren: „Bei der Nationalmannschaft war es für ihn ein Jahr des Stillstandes.“

Auch wenn „Prinz Poldi“ öffentlich alles herunterspielte, muss ihn das reichlich gewurmt haben: „Wenn Herr Bierhoff es so sieht, dann ist das seine Meinung. Man muss nicht über alles diskutieren.“ Der Spieler vom FC Arsenal London ließ lieber Taten sprechen. Erst auf dem Trainingsgelände – und dann im Match gegen Ecuador selbst, als ihm ein ganz besonderer Treffer gelang. Zuvor hatte der Wahl-Londoner nur noch gekontert: „Wenn es einige Jahre bergauf ging, da kann man auch mal Stillstand haben.“

Lukas Podolski netzt nach sieben Sekunden

Gegen Ecuador, die Südamerikaner hatten sogar Anstoß, ließ es Lukas Podolski nach gerade einmal nur sieben Sekunden krachen. Das war das schnellste Tor einer deutschen Nationalmannschaft, seitdem die Spielzeit akribisch genug gemessen wird, um dies zu belegen. Und in der 17. Minute legte „Poldi“ sogar noch einen Treffer nach. So reagiert man also auf Kritik – und zwar eindrucksvoll. „Wir wollten von Beginn an Druck machen. Bei meinem frühen Tor gehört auch ein bisschen Glück dazu. Es war eine sehr, sehr gute erste Halbzeit von uns“, kommentierte Podolski den 4:2-Sieg nach dem Schlusspfiff. Über Bierhoff wollte er nicht mehr sprechen.


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