Von Mark Read 0
Lou Bega im Interview - Teil 1

Lou Bega: "Die Achtziger sind wie eine warme Decke für mich"

Auf seinem neuen Album covert Lou Bega seine Lieblingssongs aus den Achtzigern. Im Promipool-Interview plaudert der Entertainer über das Jahrzehnt seiner Jugend, den Eurovision Song Contest und über den Grund, warum er keine Lieder von Michael Jackson singen kann.


Lou Bega ist Jahrgang 1975 und somit ein wahres Kind der Achtziger. Seine Liebe zu diesem Musikjahrzent hat der Entertainer jetzt auf seinem neuen Album "A Little Bit of 80s" festgehalten. Wir trafen Lou Bega zum Interview und erlebten einen blendend aufgelegten Sänger, der selbst am Ende eines langen und anstrengenden Interviewtages noch gut gelaunt und bereitwillig Rede und Antwort stand.

Promipool: Du bist gebürtiger Münchener, lebst aber mittlerweile in Berlin. Wie fühlt es sich für dich an, ein Interview in deiner Heimatstadt zu führen?

Lou Bega: Immer schön. Ich habe ja hier die 80er Jahre komplett verlebt. Meine schönsten Kindheitserinnerung bringe ich alle mit München in Verbindung. Ich kenne in Schwabing jeden Spielplatz und jeden Stein.

Promipool: Du hast die 80er Jahre angesprochen, um die es sich ja auf deinem neuen Coveralbum „A Little Bit of 80s“ dreht. Was ist für dich das Besondere an diesem Jahrzehnt?

Lou Bega: Es ist wie eine warme Decke für mich. Ich denke da nicht nur an die Songs, sondern auch an TV-Serien wie „Miami Vice“ und „Knight Rider“ – sogar die „Schwarzwaldklinik“ (lacht). Das habe ich alles geguckt. Wir haben auch wie die Verrückten Computer gespielt, am „Commodore 64“ damals noch, mit Kassettenlaufwerk. Das hatte alles ein besonderes Flair. Ich bin stolz, ein Kind der 80er zu sein.

Promipool: Wer war in musikalischer Sicht dein größtes Idol in den 80ern?

Lou Bega: Eindeutig Michael Jackson. Daher habe ich mich auf dem Album auch nicht an seine Songs heran gewagt – aus Respekt, und weil ich es wohl auch nicht könnte. Da kann man nur verlieren.

Promipool: Den Song „Comanchero“ singst du als Duett mit deiner Frau Jenieva Jane. Könntest du dir vorstellen, das mit deiner kleinen Tochter auch mal irgendwann zu machen?

Lou Bega: Wenn sie es möchte – na logisch, klar (lacht). Einen Song dafür habe ich allerdings noch nicht im Kopf.

Promipool: Nimmst du bewusst Einfluss auf die musikalische Erziehung der Kleinen?

Lou Bega: Wenn ich merken sollte, dass sie dabei Hilfe braucht, dann gerne. Ich will sie allerdings jetzt noch nicht in eine bestimmte Richtung schubsen. Sie probiert gerade sehr viel aus, zum Beispiel das Malen. Und das soll sie jetzt einfach mal machen. Ich finde nicht, dass man ein Kind in ihrem Alter schon drillen und die Kindheit nehmen muss, wie das ja viele Eltern heutzutage machen. Bei uns in Berlin schicken viele Eltern ihre Kleinen schon mit fünf in die Schule, aber das wollen wir nicht.

Promipool: Erwartest du, mit dem neuen Album noch einmal einen Megahit in den Charts zu landen wie mit „Mambo Nr. 5“ und deinem ersten Album?

Lou Bega: Nein, das wäre völlig vermessen. Ich wollte ja eigentlich gar kein neues Album rausbringen, sondern das Ganze war eigentlich als Erweiterung für die Liveshows gedacht – also die erste Hälfte „Back to the 50s“ im Mambo-Style und dann per Zeitkapsel in die 80er. Die Plattenfirma hat mich dann aber gefragt, ob wir daraus ein Album machen wollen, und jetzt sitzen wir hier (lacht). Ich erwarte mir weder einen großen Erfolg, noch glaube ich, dass es gar keiner wird. Aber die Verkäufe von „Mambo Nr. 5“ sind mit Sicherheit nicht die Messlatte für dieses Album.

Hier geht's zum zweiten Teil des Interviews!

=> Lou Bega über Facebook und Eurovision Song Contest


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