Von Stephanie Neuberger 0
Keiner will es sehen

"LOL" (Laughing Out Loud): Der Flop des Jahres

In Amerika wird der Film "LOL (Laughing Out Loud)" zum Flop des Jahres. In einem Kino in Ohio wollten nur 12 Zuschauer den Film bisher sehen. Das deckt noch nicht einmal die Kosten für das Licht im Kino. Bei uns startet der Film Ende Mai und ich prophezeie, dass ihn hier auch kaum einer sehen möchte.


Noch bevor ein Film in den deutschen Kinos gestartet ist, wird er zum Flop des Jahres. Zumindest im Fernen Amerika will kaum jemand "LOL (Laughing Out Loud)" mit Miley Cyrus und Demi Moore sehen. Wenn jetzt nicht ein Wunder geschieht, dann befürchte ich, dass die Kinokassen in Deutschland auch nicht klingeln werden. Ende Mai startet der Film in unseren Kinos und die Prognosen sind schlecht. Vielleicht liegt es daran, dass es den Streifen schon einmal gab. In einer wunderbaren französischen Verfilmung, die gerade erst im Fernsehen lief. Am Wochenende war ich ziemlich überrascht, als ich in der Fernsehzeitung las, dass "LOL" kommt. Dachte ich doch, dass  der neue noch nicht angelaufene Kinofilm von Demi und Miley so heißt. Tut er auch, aber es gibt einen weiteren, der den gleichen Titel hat. Doch das ist nicht die einzige Ähnlichkeit, auch die Story ist sehr gleich.

2009 erschien "LOL" in der französischen Version mit Sophie Marceau und Christa Theret in den Hauptrollen. Sophie spielt Anne, Mutter eines Teenies namens Lola (Christa Theret) von ihrer Clique Lol genannt. Waren Mutter und Tochter früher ein Herz und eine Seele, weiß Anne heute nicht mehr, was in ihrer Teenietochter vorgeht. Die kämpft unter anderem damit, dass ihr Freund Arthur mit ihr Schluss gemacht hat und sie sich in seinen besten Freund verliebt. Die Story ist ein typischer Teeniefilm, aber er ist gut gemacht und die Schauspieler wissen was sie tun. Wer jetzt glaubt, dass Miley und Demi in ganz anderen Rollen zu sehen sind, irrt. Denn die Geschichte ihres Filmes liest sich ähnlich: Lola (Miley Cyrus) von ihren Freunden Lol genannt, hat mit dem Leben als Teenie zu kämpfen. Besondere Sorge macht ihr die Trennung von ihrem Freund Arthur. Ihre Mutter (gespielt von Demi Moore) bemerkt, dass sie die Verbindung zu ihrer Tochter verloren hat. Klingt nicht nur ähnlich, sondern ist es auch. Der Film mit Demi und Miley basiert auf der Version von 2009.

Generell bin ich kein Freund davon, wenn Geschichten, die bereits eine gute Verfilmung hatten, noch einmal auf die Leinwand gebracht werden. Nachdem der französische Film in Deutschland erst vor wenigen Tagen im Fernsehen lief, glaube ich noch weniger daran, dass die amerikanische Version ein Erfolg wird. Seltsam ist, dass die Macher des Filmes auf Werbung und Promotion durch die Hauptdarsteller verzichten. Das wirkt beinahe so, als würden auch sie nicht an ihr Werk glauben. Da stellt sich mir noch mehr die Frage: Warum wurde dieser Film gedreht?


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