Von Mark Read 0
Reine Sauf-Hochburg?

Lloret de Mar protestiert gegen "We love Lloret"

Die spanische Touristen-Hochburg Lloret de Mar fühlt sich durch die ProSieben-Sendung "We love Lloret" falsch dargestellt. Die Macher der Reality-Show sehen das aber ganz anders.


Am Donnerstagabend ging die ProSieben-Show "We love Lloret" zu Ende. Über mehrere Folgen hinweg hatte die Sendung eine Gruppe partywütiger deutscher Jugendlicher begleitet, die sich im spanischen Badeort Lloret de Mar ins Nachtleben stürzte. Es wurde viel getrunken, viel geflirtet und vor allem gefeiert ohne Ende. Sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Auch die 40.000-Einwohner-Stadt an der Costa Brava ist alles andere als glücklich über das Bild, das sie in der ProSieben-Sendung abgibt.

Die Show beschädige das Ansehen der Stadt, klagte der stellvertretende Bürgermeister Jordi Orobitg gegenüber der Zeitung "El Periódico de Catalunya". Lloret werde dort als Hochburg des Sauftourismus dargestellt - dabei habe die Stadtverwaltung vor Beginn der Hochsaison eine Reihe von Verordnungen erlassen, um die schlimmsten Exzesse zu unterbinden. Besonders ein ansässiger Geschäftsmann ist den Stadtherren offenbar ein Dorn im Auge, weil er den Machern der Show geholfen habe. Gegen ihn werden angeblich bereits rechtliche Schritte geprüft.

ProSieben hingegen sieht die Sache ganz anders. "We love Lloret" sei kein Städteporträt gewesen, sondern eine liebevolle Partydoku, zitiert die "Bild" einen Sprecher des Senders.


Teilen:
Geh auf die Seite von: