Von Nils Reschke 0
Weltfußballer 2011

Lionel Messi ist der König der Welt

Jetzt hat der „Zauberfloh“ auch bei dieser Wahl den Hattrick geholt. Lionel Messi wurde abermals zum Weltfußballer gewählt, dem besten Spieler auf diesen Planeten. Damit verwies der Argentinier Konkurrent Cristiano Ronaldo abermals auf die Plätze.


Jeder kennt diese Einstellung aus James Camerons Hollywood-Blockbuster „Titanic“, in der Leonadro diCaprio und Kate Winslet am Bug des Schiffs stehen. Im Züricher Kongresszentrum hätte man am Montag die Protagonisten auf der Bühne auch austauschen können. Xavi nimmt Kollege Lionel Messi bei der Hand. Und der schreit es heraus: „Ich bin der König der Welt!“ Zumindest jedenfalls wurde der quirlige Argentinier vom FC Barcelona zum dritten Mal in Folge zum Weltfußballer gewählt. Stolz und bescheiden wie immer präsentierte der „Zauberfloh“ anschließend die Trophäe des Ballon d’Or, die er vom Brasilianer Ronaldo überreicht bekam. Es sei eine große Ehre, gab Messi zu Protokoll. Aber eben auch, dass er ohne Teamkollege Xavi von Barca das alles nicht hätte erreichen können. Xavi wurde bei der Wahl Dritter.

Es war wie immer: Dort, wo es strahlende Sieger gibt, gab es eben auch tragische Verlierer. Und die große Frage: Ist Lionel Messi der beste Fußballer der Welt? Für viele Fans scheiden sich bei dieser Fragestellung die Geister. Nicht wenige halten Cristiano Ronaldo von Real Madrid für den Besten. Der Portugiese hat nur ein Problem: Mit Real Madrid gewann er bei weitem nicht das, was Messi an Pokalen mit Barca holte. Und so hatte Ronaldo auf Platz zwei einmal mehr das Nachsehen. Schließlich gewann der Argentinier fünf von sechs Vereinstiteln mit dem FC Barcelona. Nur im Finale der Copa del Rey, dem spanischen Pokal, hatte Cristiano Ronaldo im Sommer die Nase vorn. Allerdings vereint beide Ball-Künstler ein Problem: Mit ihren Nationalmannschaften haben sie bisher noch keinen großen Titel geholt.

 

Genau da liegt auch die Kritik vieler Experten zur Abstimmung zum Weltfußballer. Geht die Wahl in diesem Jahr zweifelsohne in Ordnung, sorgte der Ausgang 2010 schon für Diskussionen. Damals wurden Andres Iniesta Zweiter, Xavi Dritter. Beide Spanier gewannen so wie Messi auch dieselben Trophäen von und mit dem FC Barcelona – aber eben mit der spanischen Nationalmannschaft eben auch den WM-Titel in Südafrika. Hat man es damals versäumt, einem anderen Akteur als Messi zum Weltfußballer zu küren? Zumindest zwischen den Zeilen folgte UEFA-Präsident Michel Platini dieser These, zieht Parallelen zu Diego Maradona: „Jeder erinnert sich an das, was er 1986 geschafft hat“, meinte der Franzose. „Aber wer weiß schon noch, was er mit Neapel oder Barcelona erreicht hat?“ Für Michel Platini steht fest: „Es ist noch immer der WM-Titel, der am meisten im Gedächtnis bleibt.“ Für den hat Lionel Messi ja noch Zeit. Beispielsweise 2014 in Brasilien. Aber zuvor stehen ja auch noch zwei Wahlen für den Ballon d’Or an.


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