Von Nils Reschke 6
Gottschalk Live

Licht am Ende des Quoten-Tunnels? Oliver Pocher lässt Thomas Gottschalk hoffen

Irgendwo zwischen dem Wetter und Werbung bleibt noch ein wenig Zeit für einen netten, belanglosen Plausch. So definieren TV-Zuschauer offensichtlich „Gottschalk Live“ - und schalten um oder gleich ab. Die Sendung am Rosenmontag allerdings gibt Anlass zu neuer Hoffnung.


Die Deutschen lagen ihm zu Füßen, als er noch „Wetten, dass..?“ moderieren durfte. Da wurde gerne so manch geschmacklicher Ausrutscher bei der Kleiderauswahl und auch einige missratene Kalauer verziehen. Jetzt darf Thomas Gottschalk seine eigene Talkshow im Vorabendprogramm moderieren. Prominente Gäste besuchen Tommy immer noch. Alleine die Quoten fielen in den Keller. Einen kleinen Lichtblick lieferte ausgerechnet der närrische Rosenmontag, an dem Karnevalsprinz Oliver Pocher sich die Ehre gab – und 1,65 Millionen Zuschauer einschalteten. Fast doppelt so viele also wie beim absoluten Tiefpunkt, als nur noch 930.000 TV-Zuschauer „Gottschalk Live“ sehen wollten.

Lag das nun an Oliver Pocher, an einem für viele Arbeitnehmer freien Rosenmontag – oder aber doch an Thomas Gottschalks Talk, der sich immer noch auf der Suche nach dem besten Konzept befindet? Diese Frage werden wohl nur die Quoten in den kommenden Tagen und Wochen beantworten. Vorläufig scheint zu gelten: Der TV-Zuschauer schaltet beliebig ein. Getreu dem Motto: Wenn es gerade zeitlich passt, dann passt es eben. Viel Besseres hat der Vorabend eigentlich nicht zu bieten. „Gottschalk Live“ muss aber das Vorurteil, irgendwo zwischen Werbung und Wetter ausgestrahlt zu werden, endlich ablegen. Und bei den Gästen muss der Eindruck verschwinden, dass sie einzig und alleine deswegen Onkel Tommy besuchen, weil sich dort vorzüglich Werbung für eine neue CD, einen neuen Film oder die aktuelle TV-Sendung werben lässt.

Fehler macht Thomas Gottschalk selbst natürlich auch, wenn er sich hier und da verhaspelt. Aber sind ihm die nicht auch schon bei „Wetten, dass..?“ in schöner Regelmäßigkeit unterlaufen? Es muss einfach mehr kommen – vor allem aber auch von denen, die dem Talkmaster zuarbeiten. Die junge Redaktion liefert ihrem Mann vor der Kamera oft nur Belangloses, Einheitsbrei, nutzt die multimedialen Plattformen wie Facebook oder Twitter nicht innovativ genug. Das ist es, was fehlt, woran es hapert. Ein gewisses Alleinstellungsmerkmal, das einen Anreiz bietet, vom „Perfekten Dinner“ auf Vox dann doch lieber zu „Gottschalk Live“ umzuschalten. Eventuell ist das Format auch schlichtweg eine Viertelstunde zu kurz geraten. So wirkt vieles schlichtweg hektisch a la: Das müssen wir auch noch schnell unterbringen. Dass die ARD den Talk absetzt, ist nicht zu erwarten. Man will seinem Entertainer die Treue halten. Wie lange sich aber Thomas Gottschalk die Sache antun will und wird, wenn die Quote im Keller bleibt, steht auf einem anderen Blatt.


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Ella 25. Feb. - 01:58 Uhr

Thomas ich will ein Kind von Dir.

Mack Tillman 25. Feb. - 00:22 Uhr

Schade eigentlich, bei Wetten dass... (WD) einmal im Monat konnte ich Thomas Gottschalk gut verkraften. Aber seine Art jeden Tag ist etwas anderes. Die Show WD hat mit Stars, interessante Wetten und Musik aufgewartet. Das ist für eine Monatsshow ok. Aber ohne Wetten und Musik, jeden Tag diese manchmal "plumpe" Art und sich dann rasch von der Arbeit kommend noch extra für Thomas an die Glotze zu schmeißen.. Nun ja, da gibt es einiges besseres zu tun, z.B. unseren aktuellen Bericht im Saarland. Da weiß ich was im Land passiert. Es gibt Showmaster, die fürs tägliche Entertainment geeignet sind, und solche, die für den monatlichen Rhythmus geeignet sind. Ich persönlich sehe Thomas Gottschalk eher in größeren Abständen gerne. Er behält damit etwas Besonderes neben seinen interessanten Anzügen. Ich meine, Thomas Gottschalk, das ARD und der ZDF wären gut beraten, Thomas Gottschalk wieder in WD einzuplanen und wenn es sein muss mit Michel Hunsicker, aber auch ein männlicher Pendent wäre denkbar. Nicht zu vergessen sind, dass die vielen Millionen, die Samstagabends immer bei WD vor der Mattscheibe sitzen unter der Woche eher auf der Arbeit oder im Verein sind. Überlegt es euch. Ich habe Thomas seither nur knapp zweimal gesehen und nicht mal beide Sendungen in Gänze. Samstags habe ich WD immer bis zum Ende gesehen. Und unter uns ganz ehrlich: Günther Jauch kann ich jeden Tag sehen. Woran das wohl liegt?

Elke 24. Feb. - 13:53 Uhr

Ich kann mich dem Kommentar von Ella nur voll und ganz anschließen. Das O. Pocher der andere Gast der Sendung war musste eben hingenommen werden. Das Highlight, weswegen die Quoten so hoch waren, waren eindeutig Gabalier und Roska.

Ella 24. Feb. - 11:58 Uhr

Zur Sendung vom 20.2. Also ich komm mir gerade recht veräppelt vor Herr Hageni, mal ein kleiner Wink mit d. Zahnpfahl, wann kommen sie auf die wohl sehr schwierige Schlussfolgerung, dass die Quote an dem zweiten Gast dem Andreas Gabalier lag? Auf dessen Auftritt hatten sich nun wirklich viele deutsche Fans schon seit Bekanntgabe des Termins bei Gottschalk gefreut.
Pocher war definitv nur der pöbelnde Pausenclown und viele Zuschauer haben sich über die Kürze des Auftritts des Östereiches und die durch Werbung unterbrochene Musikeinlage von Gabalier und Roska geärgert. Diese "Neu"-Gottschalklive-Schauer die hier die Quote gebracht haben werden nun sicher nicht mehr einschalten.

Fazit: Endlich war ein interessanter Gast dabei und Herr Gottschalk schaffte es nicht Prioritäten zu setzten und den Auftritt auch für sich zu nutzen. Schade für die vielen Zuschauer die ausschliesslich wegen Andreas Gabalier eingeschaltet haben. Ja und noch schlimmer ist eigentlich das verkannt wird wer und was hier bei uns Quote bringt ...und das ist sicher nicht O.Pocher!

Robert Wahr 23. Feb. - 21:48 Uhr

Gottschalk fehlt das Talkgergen. Er ist zu brav und berechenbar, kaum Witz keinen roten Faden. Als Pocher mal etwas frecher einen Gast anging hat Thomas sofort wieder auf Harmonie umgeschaltet. So wird das nichts, es entsteht keine Spannung in der Sendung. Vielleicht fehlt ihm aiuch das Publikum in der Sendung? Thomas sollte sich mal ein paar Harald Schmidt Shows ansehen um zu lernen wie man eine solche Sendung mit Witz, Humor und Ironie über die Bühne bringt. Mit der nette Junge von nebenan Methode wird er keinen Blumentopf gewinnen.

andreasfreier 23. Feb. - 18:27 Uhr

mein gott nun hört schon auf stäntig über die sendung zu lästern es nervt nur noch

04. Dez. - 04:50 Uhr

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