Von Jasmin Freiberg 0
Ab heute in den Kinos

"Liberace": Michael Douglas als schrulliger Show-Opa und Matt Damon mit neuem Gesicht

"Liberace – Zu viel des Guten ist wundervoll" heißt der Film, der heute in die Kinos kommt und wohl für das ein oder andere Tischthema sorgen wird. Die Komödie über den bekannten Pianisten und Entertainer Władziu Valentino Liberace zeigt sein schrilles und exzessives Leben. Regisseur Steven Soderbergh (50) beweist dabei ein Auge für’s glitzernde Detail.

Michael Douglas in Liberace

Michael Douglas spielt den flimmernden Liberace

(© Getty Images)
Michael Douglas und Matt Damon zusammen im Film

Die beiden hatten sehr intime Szenen

(© Getty Images)

Michael Douglas (69) verkörpert den tuntigen, 57-jährigen Liberace, der in seinen glitzernden Prunkoutfits die Herzen der älteren Damen höher schlagen lässt. Aber auch der 16-jährige Scott Thorson ist verzaubert und verfällt dem charmanten Künstler. Er wird zu Liberaces persönlichen Boy-Toy. In seinem Buch "Behind the Candelabra" (Hinter dem Kronleuchter) erzählte Thorson seine skurrile Geschichte und darf sich nun selbst auf der Leinwand in Form von Matt Damon (42) bewundern.

 

Eine klassische Geschichte, die gar nicht so klassisch ist

Eigentlich ist die ganze Geschichte ziemlich klassisch: Zwei Menschen verlieben sich, aus Liebe wird Langeweile, die Gespräche gehen aus und dann ist Schluss. Doch die fünfjährige Beziehung war alles andere als klassisch. Sie war sogar so extravagant, dass kein Hollywood-Studio etwas damit zu tun haben wollte. Im Film setzt Soderbergh den Fokus auf schrille Bühnenoutfits, prunkvolle Diamantklunker und knappe Tangas. Der Zuschauer sieht, wie sich der einst so bodenständige Scott Thorson, der eigentlich nur Tierarzt werden wollte, in der glamourösen Welt von Liberace verliert. Er wird verhätschelt und verwöhnt und mutiert dadurch zum dicken Couchpotato.

Rob Lowe verpasst Damon ein neues Gesicht

Liberaces größter Wunsch und auch der Höhepunkt des Films ist es, aus Thorson ein Imitat seiner Selbst zu erschaffen. Nachdem er dann selber beim dauergrinsenden und etwas vernebelten Dr. Schwartz (Rob Lowe, 49)  unterm Messer lag, ist Thorson dran. Er bekommt ein Liberace-Kinn mit Grübchen und eine Liberace-Nase ins Gesicht gebastelt. Skurriler geht es nicht? Das dachte sich dann wohl auch der Pianist selbst und tauschte seinen Liebhaber kurzer Hand aus. Soderbergh zeigt daraufhin den harten Kampf eines Mannes, der nicht ersetzt werden und haben will, was ihm zusteht.

Es wird nicht mehr als an der Oberfläche gekratzt

Insgesamt wird die ganze Beziehung sehr verhalten dargestellt. Man mag vielleicht die Oberfläche sehen, aber tiefere Einblicke gewinnt man nicht. Soderbergh gestaltete den Film getreu dem Motto "Anecken verboten!" und lässt einige Aspekte ganz raus, z.B. Thorsons Bisexualität oder das enge Verhältnis von Lee zu seiner Mutter. Trotzdem ist der Film gut gemacht und kitzelt auch den ein oder anderen Lacher heraus. Wer sich selbst überzeugen möchte, geht also am besten ins Kino. Vorher noch schnell den Trailer angucken? Dann hier.


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