Von Nils Reschke 0
Ring frei!

Lennox Lewis: Heftige Verbal-Attacke gegen die Gebrüder Klitschko

War das jetzt ernst gemeint? Würde Lennox Lewis tatsächlich noch einmal in de Ring steigen, wenn die Gage stimmt? Um große Worte war der ehemalige Weltmeister ja nie verlegen. Aber was er den Brüdern Wladimir und Vitali Klitschko vorwirft, betreibt er selbst in Bestform.


Wann immer Wladimir oder sein Bruder Vitali in den Ring steigen, dann beschert das nicht nur dem übertragenden TV-Sender Traumquoten, sondern den Veranstaltern auch ausverkaufte Hallen. Die Gebrüder Klitschko sind gebürtige Ukrainer, und dennoch sind sie besonders in Deutschland beliebt, als seien es Landsmänner. Wladimir Klitschko und Vitali Klitschko genießen selbst zu ihrer aktiven Karriere schon Kultstatus. Alle kommen damit aber offensichtlich nicht klar. Wie beispielsweise Lennox Lewis, der jetzt das Wort ergriff, und zu heftigen verbalen Tiefschlägen ausholte.

Im Seilgeviert war Schwergewichtler Lennox Lewis ohne Zweifel einer der besten Boxer. Im verbalen Schlagabtausch vergreift sich die lebende Box-Legende aber auch gerne mal im Ton. So wie jetzt: Das Schwergewichtsboxen sei tot, bedauert der dreifache Weltmeister in einem Interview der neuen Ausgabe des Sterns, die am Donnerstag in den Kiosken liegt. So weit, so gut. Die Begründung von Lennox Lewis für dessen These sorgt dann aber für Verwunderung: „Die Klitschkos und ihre Gegner machen sich nur die Taschen voll.“ Bei ihm, tritt Lewis nach, wären die gegnerischen Boxer der Ukrainer bestenfalls Sparringspartner. Trotzdem reiche ein Klitschko-Punch nicht aus, um sie umzuhauen.

Einmal in Rage geredet, haut Lennox Lewis drauf wie auf einen Sandsack. So heißt es im Stern-Interview weiter: „Irgendwann kommt dann der Schiedsrichter und bricht den Kampf ab.“ Das sei schlichtweg langweilig. Wie aber lautet der Gegenvorschlag des einstigen Champions? Einen „epischen Fight“ müsse es geben bei der Suche nach dem besten Boxer der Welt und nicht solch einen Zirkus. Dann widerspricht er sich allerdings selbst, wenn er sagt, er sehe keinen würdigen Weltmeister als Nachfolger. Das freilich kann kaum die Sorge der Klitschkos sein. Einen würdigen Champ hat er dann allerdings doch noch auf dem Zettel: „Für 100 Millionen komme ich wieder. Dafür würde ich meinen Pyjama ausziehen und ins Gym gehen.“ Die Vorwürfe, Wladimir und Vitali samt Gegnern würden nur abkassieren, hat er wohl ganz schnell wieder vergessen...


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