Von Nils Reschke 0
J.R. gestorben

Larry Hagman ist tot: Der Star aus Dallas litt an Krebs

Es gibt wohl keinen anderen Schauspieler, dessen gehässiges Lachen sich so ins Gedächtnis der Fernsehzuschauer gebrannt hat wie das von US-Schauspieler Larry Hagman in dessen Paraderolle. Denn Larry Hagman war J.R. Ewing, der Fiesling schlechthin in der US-Serie „Dallas“.


Für die Rolle des Ölbarons J.R. Ewing liebten Larry Hagman die Fans, in den Vereinigten Staaten wie in Deutschland gleichermaßen. „Ich werde J. R. sein, bis ich sterbe“, hatte Larry Hagman einmal gesagt. Jetzt ist er tot. Im Alter von 81 Jahren erlag der Texaner am Freitag seinem Krebsleiden, das er vor rund einem Jahr publik gemacht hatte. Larry Hagman starb im Kreis seiner Familie in einem Hospital in Dallas – ganz nah von Fort Worth, wo Larry Hagman vor 81 Jahren auch geboren wurde. Der Kreis schließt sich.

Im Sommer 1981 flimmerte „Dallas“ zum ersten Mal in die deutschen Wohnstuben. Die Rollen waren schnell verteilt. Auf der einen Seite der smarte Bobby, jüngster Sprössling der Familie Ewing, gespielt von Patrick Duffy. Auf der anderen Seite sein älterer Bruder John Ross – genannt J.R. Ewing. Der Intrigant, der Bösewicht mit der dreckigen Lache. Die Rolle schien Larry Hagman wie auf dem Leib geschrieben, obwohl er privat als liebenswürdiger Mensch galt. Wie sehr J.R. die Zuschauer faszinierte, zeigt auch ein fast einmaliger Rekord in den USA. In der 54. Folge von „Dallas“ wurde auf den Fiesling geschossen, der zusammenbrach. Episode 58, der Start der vierten Staffel, mit dem Titel „Wer hat auf J.R. geschossen?“ wurde in den Staaten von mehr als der Hälfte aller Haushalte gesehen und erreichte einen Marktanteil von sage und schreibe 76 Prozent.

Privat war Larry Hagman ein Liberaler. Keiner, der – obwohl aus Texas stammend – Präsident George W. Bush die Treue hielt. Seiner Frau, der Schwedin Maj Axelsson schon. 59 Jahre waren die beiden ein Paar, hatten zwei Kinder und fünf Enkeltöchter. Seine Familie bestätigte seinen Tod: „Larry war zurück in seinem geliebten Dallas, wo er wieder die Kultrolle spielte, die er am meisten liebte.“ Linda Grey, die in „Dallas“ seine Ehefrau Sue Ellen spielt, sagte: „Ich werde ihn unglaublich vermissen. Er war ein Original und hat das Leben voll ausgekostet.“ Zuletzt noch stand Larry Hagman als J.R. Ewing vor der Kamera in einer Fortsetzung von „Dallas“. Er spielte den J.R. tatsächlich bis zum Tod, so wie es sich immer gewünscht hatte.


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