Von Martin Müller-Lütgenau 0
Die Würfel sind gefallen

Landgericht München verurteilt Uli Hoeneß zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten

Es ging für Uli Hoeneß im wahrsten Sinne des Wortes um die Wurst. Und die Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung kam offenbar zu spät. Das Landgericht München verurteilt den Präsidenten des FC Bayern München zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten.

Uli Hoeneß

Uli Hoeneß

(© Getty Images)

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Der Prozess wegen Steuerhinterziehung gegen Uli Hoeneß in München ist beendet. Vor wenigen Minuten verkündete Richter Rupert Heindel das Urteil. Der Präsident des FC Bayern München, der rund 27,2 Millionen Euro Steuern nicht ordnungsgemäß angegeben hatte, wurde vom Landgericht München zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt.

Urteil ist noch nicht rechtskräftig

Das Landgericht München II stufte seine Selbstanzeige zu einem Schweizer Konto als ungültig ein und befand ihn der Steuerhinterziehung für schuldig. Das heißt allerdings nicht unbedingt, dass Hoeneß tatsächlich hinter Gitter muss, weil das Urteil noch nicht rechtskräftig ist.

Das Urteil ist also noch nicht rechtskräftig, beide Parteien können noch in Revision gehen: Die nächste Instanz ist der Bundesgerichtshof in Karlsruhe.

Zu späte Einsicht?

Zu spät kam wohl die Einsicht des Unternehmers, dessen Verteidiger Hanns W. Feigen am Vormittag noch die Einstellung des Verfahrens gefordert hatte. Der Urteilsspruch liegt allerdings deutlich unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die fünfeinhalb Jahre Haft gefordert hatte.

Aktuell läuft die Urteilsbegründung. Wir dürfen gespannt sein. Fraglich ist auch, ob Hoeneß als Präsident des FC Bayern München jetzt noch tragbar ist.


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