Von Mark Read 0

Lady Gaga beschert Amazon einen Millionenverlust


Mit ihrem zweiten Album "Born This Way" konnte Lady Gaga den erwarteten Megaerfolg einfahren. Das Album schoss rund um den Globus an die Chartspitze, verkaufte alleine in den USA in der ersten Woche über eine Million Exemplare. Trotzdem bescherte "Born This Way" dem Internet-Versandhaus Amazon einen Verlust von etwa drei Millionen US-Dollar.

Wie das möglich ist? Nun, bekanntlich hatte amazon.com das heißersehnte Album zum Verkaufsstart am 28. Mai für schlappe 99 Cent angeboten. Später wurde das Schnäppchen-Angebot noch auf einen zweiten Tag ausgedehnt, weil der Amazon-Server unter der Nachfrage-Last zusammengebrochen war.

So weit, so gut: Amazon wollte mit dem Hammerpreis Kunden ködern, und das hat gut geklappt. Alleine an den beiden 99-Cent-Tagen verkaufte das Unternehmen etwa 500.000 Exemplare von "Born This Way", also knapp die Hälfte der 1,1 Millionen Verkäufe der ersten Woche.

Doch der Haken bei der Sache: Amazon musste an Lady Gagas Plattenfirma Universal den vollen Preis für jedes Album bezahlen, also zwischen 8 und 9 Dollar! Hochgerechnet auf die für 99 Cent verkauften Exemplare ergibt sich für das Versandhaus ein saftiger Verlust von über drei Millionen Dollar! Das ist sogar für ein Riesenunternehmen wie Amazon nicht so ohne weiteres zu verkraften.

Lady Gaga selbst sieht die Sache übrigens ganz entspannt. Für sie ist die digitale Ausgabe ihres Albums ohnehin nicht mehr wert als 99 Cent. Gegenüber dem Wall Street Journal sagte sie neulich ihre Meinung zu MP3s und digitaler Musik: "Sie ist unsichtbar. Irgendwo im luftleeren Raum. Wenn überhaupt, muss ich einer Firma wie Amazon Respekt zollen, da sie den Wert digitaler Musik gegenüber der CD-Ausgabe richtig eingeschätzt hat - und so jedem die Möglichkeit eröffnet hat, Musik zu erwerben."


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