Von Nils Reschke 0
The Pogues

Kult-Sänger Shane Mac Gowan gibt sich die Ehre, wenn auch kaum nüchtern

Sie kommen zurück. Irgendwie kommen sie immer wieder zurück. „The Pogues“ erfreuen sich nach wie vor einer riesigen Popularität. Was nicht zuletzt an ihrem meist sturzbetrunkenen Sänger liegt. Aber Shane MacGowan muss man irgendwie mögen.


Die Tante ist an allem Schuld. Sie habe ihn in den Alkohol getrieben. Das sagt zumindest die Legende. Shane MacGowan ist Legende. Der Frontmann der irischen Kultband „The Pogues“ hat schon so ziemlich jede Bühne rund um den Erdball gesehen, allerdings kaum eine von ihnen nüchtern. Die Alkoholsucht des charismatischen Sängers war schließlich auch der Grund, warum sich der Rest der Band 1996 von MacGowan abwandte.

Aber „The Pogues“ ohne Shane MacGowan sind eben irgendwie auch nicht die Pogues, weswegen es 2001 bei einem Weihnachtskonzert eine erste zarte Annäherung gab. Seit 2002 tourt man nun wieder gemeinsam durch die Lande. Es sind keine Tourneen mit vollen Terminkalendern und einer Hatz von einer Stadt in die nächste. Aber „The Pogues“ und Shane MacGowan kommen immer wieder zurück, also auch in diesem Jahr. Im August gibt sich der Frontmann mit dem lückenhaften Gebiss und seiner Band die Ehre in Köln am Tanzbrunnen (7. August), im Hamburger Stadtpark (8. August) und in der Zitadelle in der Hauptstadt Berlin (9. August). Tickets werden ab dem 21. März erhältlich sein.

Jeder, der „The Pogues“ noch nie live gesehen und erlebt hat, der sollte sich einen dieser Termine also rot im Kalender anstreichen. Bei Shane MacGowan weiß man schließlich nie, ob es nicht sein letzter sein wird, bei dem Lebenswandel, den der Ire bevorzugt. Kult sind er und seine Irish-Folk-Truppe ohnehin längst. Nicht umsonst listete das renommierte „Q Magazine“ die Pogues auf in der Reihe der 50 Bands, die man einmal in seinem Leben gesehen haben sollte. Und dann mit Shane MacGowan bei einem Guinness zu „Dirty Old Town“ um die Wette grölen. Was könnte es Schöneres geben?


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