Von Nils Reschke 0
EM 2012 Gruppe C

Kroatien schenkt Irland drei kuriose Treffer ein

Irlands Nationalelf war am Sonntagabend nicht gerade vom Glück gesegnet: Drei mehr als unglückliche Gegentore und ein verweigerter Strafstoß waren die Zutaten für eine klare 1:3-Niederlage gegen Kroatien.


Wie soll man sich bloß verhalten, wenn gerade das Spiel mehr als unglücklich – zumindest was die Gegentreffer betrifft – verloren wurde. „Wir müssen aufstehen und weiterkämpfen“, sagte Sean St. Ledger fast schon trotzig. Ihm war per Kopfball der 1:1-Ausgleich nach 18 Minuten für Irland gelungen. Jubeln durfte am Ende im städtischen Stadion von Posen im zweiten Match der Gruppe C dennoch nur Kroatien. Die Kroaten, das verwundert wenig, stellten die technisch bessere Elf. Doch bei den drei Toren beim 3:1-Sieg war auch eine gehörige Portion Glück mit im Spiel. Zudem fielen die Treffer zu – aus irischer Sicht – den ungünstigsten Zeitpunkten.

Alles zum Spiel: Aufstellungen, Torschützen etc.

Wie beispielsweise das 1:0, der bislang schnellste Treffer bei dieser Euro. Mario Mandzukic vom VfL Wolfsburg war der per Kopf gelungen, obwohl er zuvor eigentlich noch weggerutscht war, seinen Kopf aber so gerade eben noch hinter die Kugel bekam. Der Ball flog nicht gerade stramm, dafür aber platziert aufs irische Tor. Shay Given im Kasten war die Sicht verdeckt, so dass er Schlimmeres nicht mehr verhindern konnte. Kroatien lag also schon nach drei Minuten in Posen in Front, ehe Sean St. Ledger die Boys in Green mit seinem 1:1 ins Match zurückbrachte. Als die Pause unmittelbar bevorstand, schlug Kroatien dann wieder zu. Nikica Jelavic vom FC Everton lupfte die Kugel über den herauseilenden Given hinweg, Irland reklamierte auf Abseits. War es aber nicht, denn der Ball war von Stephen Ward in den Strafraum „gepasst“ worden. Bitter für Irland!

Es kam aber noch schlimmer! Denn abermals nur drei Minuten nach dem Wiederanpfiff köpfte Mario Mandzukic ein zweites Mal aufs gegnerische Tor. Der Ball knallte an den Innenpfosten – und von da an den Kopf von Irlands Keeper Shay Given, so dass er schlussendlich doch noch im Netz zappelte (48.). Es war einer dieser Tage, an denen einfach nichts laufen sollte. Zumal den Iren in der 68. Minute auch noch ein Elfmeter verweigert wurde, als Gordon Schildenfeld Robbie Keane glasklar zu Fall gebracht hatte. Aber Schiedsrichter Björn Kuipers aus den Niederlanden hatte es anders gesehen. Und spätestens da war dann die Niederlage der unglücklichen Iren auch besiegelt.


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