Von Nils Reschke 0
Chaos, Pech und Probleme

Kreuzbandriss! Bundesligist Werder Bremen bleibt nichts erspart

Wer den Schaden hat, braucht bekanntlich nicht für den Spott zu sorgen. Erst erwischte es Stürmer Joseph Akpala: Innenbandriss. Dann prallten im Training von Werder Bremen auch noch die beiden Ersatzkeeper übel zusammen. Ergebnis: Kreuzbandriss und Risswunde am Kopf.


An der Weser, wo es eigentlich immer recht beschaulich zugeht, hat die heile Werder-Welt längst große Risse hinterlassen. Nach den jüngsten drei Niederlagen in Serie steht Trainerdenkmal Thomas Schaaf mehr denn je zuvor in der Kritik. Die Stimmen mehren sich, dass Schaaf besser seinen Stuhl räumen sollte. Doch nicht nur in der Bundesliga läuft aktuell nichts zusammen. Auf dem Trainingsplatz eliminieren sich die Spieler jetzt schon gegenseitig. Das kann ja eine heitere Rest-Saison werden, bei der die Grün-Weißen drohen, noch ganz in den Abstiegsstrudel zu geraten.

Am Sonntag erst verletzte sich Neuzugang Joseph Akpala schwer: Mit einem Innenbandriss wird der Stürmer Bremen in den kommenden Wochen nicht helfen können, die Krise in der Hansestadt zu beenden. Vielleicht passierte es ja deswegen, dass Ersatztorwart Raphael Wolf im Training als Stürmer auflief. Doch nachdem, was dann geschah, sollte man besser festhalten: Schuster bleib bei deinen Leisten! Wolf und Keeper Richard Strebinger (der stand im Kasten) prallten in der Übungseinheit übel zusammen. Ergebnis: Strebinger erlitt eine Risswunde am Kopf. Noch schlimmer aber traf es Raphael Wolf, für den mit einem Kreuzbandriss die Saison vorzeitig beendet ist. Da kann man nur hoffen, dass sich die etatmäßige Nummer eins bei den Bremern, Sebstian Mielitz, nicht auch noch verletzt.

Um Fassung rang Raphael Wolf nach der bitteren Diagnose: „Das lässt sich jetzt nicht mehr ändern, damit muss ich umgehen“, meinte der Keeper und berichtet: „Ich hatte in meiner Karriere bislang kein Verletzungspech, ausgerechnet in meinem ersten Werder-Jahr trifft es mich nun.“ Am kommenden Samstag reist Werder Bremen zum Topspiel der 25. Runde nach Mönchengladbach und trifft dort am Abend auf die Fohlen. Wenn dort die Talfahrt bis auf Platz 14 beendet werden soll, braucht Werder mehr Glück als derzeit auf dem Trainingsplatz.


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