Von Nils Reschke 0
Eklat in der Westfalenhalle

Konzert-Eklat: Rod Stewart beschimpft Fan und spielt "Sailing" nicht

Es gehört fast schon zu einer guten, alten Tradition auf einem Konzert von Rod Stewart. Wenn der Brite seinen Hit „Hot Legs“ zum Besten gibt, kickt er auch handsignierte Fußbälle ins Publikum. Diesmal ging es allerdings nach hinten los.


Bei einem Rod-Stewart-Konzert kann jeder Fan, der einen handsignierten Ball fängt, ihn als Erinnerung an ein tolles Konzert mitnehmen, ihn einem anderen Fan schenken – oder ihn auf einem großen Online-Auktionshaus zum Verkauf anbieten. Am Mittwoch war Rod Stewart im Rahmen seiner „Live The Life“-Tour zu Gast in der Dortmunder Westfalenhalle. Dort wurde einer dieser Fußbälle zurückgeschossen – und es kam zu einem kleinen Eklat.

Denn das wiederum fand Rod Stewart nicht witzig. Der Fan, der geschossen hatte, traf die Backgroundsängerin Lucy Woodward. Man sollte dazu wissen: Die Musiker auf der Bühne sehen wegen der Scheinwerfer kaum, wenn da etwas aus relativ kurzer Distanz angeflogen kommt. Reaktionszeit – gleich null. Der „Rodfather“ unterbrach den Song, beschimpfte daraufhin den „Fan“, fragte bei seiner Backgroundsängerin nach, ob alles in Ordnung sei.

Rod Stewart beschimpft den kickenden „Fan“

Rod Stewart spielt „Baby Jane“, gibt als Zugabe „Da Ya Think I´m Sexy“ – und ist verschwunden. Die Mehrzahl der Medien wittern die große Story und machen daraus einen Konzertabbruch, was so nicht stimmt. Jeder, der schon einmal auf einem Konzert von Rod Stewart war, weiß das. In der Setlist fehlt am Ende „Sailing“, die erste von zwei Zugaben. Und natürlich war nach diesem Vorfall die Stimmung im Eimer. Denn zuvor hatte „good old Roddie“ auch in Dortmund mit einem tollen Konzert begeistert. Von hohen Eintrittspreisen ist die Rede. Vielleicht hinterfragt man aber mal, warum die Tickets beispielsweise in Amsterdam nur die Hälfte gekostet haben. Am Künstler kann es kaum liegen. Und überhaupt: Hat man als Zuschauer deswegen das Recht, sich derart daneben zu benehmen? Das wäre es wert, einmal zu diskutieren. Nicht über falsche Konzertabbrüche.


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