Von Nils Reschke 0
Champions League

Königsblaues Kämpferherz: Schalke schlägt gegen die Gunners zurück

„Eines muss ich sagen: Das war in der zweiten Hälfte wohl der beste Fußball, den wir in dieser Saison bislang gezeigt haben.“ Da klang eine gehörige Portion Stolz in den Worten von Huub Stevens. Denn seine Eurofighter schienen schon auf der Verliererstraße, ehe sie Moral zeigten. Oder in der Muttersprache des Gegners: Schalke stroke back!


„Hätte, wenn und aber: Fakt ist, wir haben heute dank einer tollen Moral einen Punkt geholt, nachdem wir uns in der ersten Hälfte ein wenig selbst bestraft haben bei den Gegentoren“, brachte Mannschaftskapitän Benedikt Höwedes die Partie seines FC Schalke 04 gegen den FC Arsenal aus London auf dem Punkt. In der Gruppe B der Champions League trennten sich die beiden Teams in der Veltins-Arena in einer wirklich guten Begegnung 2:2 (1:2)-Unentschieden. Dem beherzten Auftritt der Knappen nach der Pause war es zu verdanken, dass sie in Hälfte zwei noch ein tolles Comeback in diesem Match gaben.

Nach einem starken Beginn und guten Möglichkeiten für Christian Fuchs, Ibrahim Afellay sowie Benedikt Höwedes im Drei-Minuten-Takt schlug sich der FC Schalke im ersten Durchgang quasi selbst. Weil nämlich Roman Neustädters Rückgabe per Kopfball zu kurz ausfiel, brachte selbige Giroud ins Spiel, der von Benedikt Höwedes noch im letzten Moment ausgebremst wurde. Aber Theo Walcott nutzte die allgemeine Verunsicherung und staubte zum 1:0 ab (18.). Acht Minuten später sah Neustädter wieder nicht gut aus, als er Giroud entwischen ließ und der per Flugkopfball die Flanke von Lukas Podolski zum 2:0 in die Maschen beförderte.

„Schalke hat in der zweiten Hälfte sehr gut gespielt“, attestierte Lukas Podolski seinen Landsleuten eine sehr gute Leistung. Auch Per Mertesacker sah das nach der Partie so. Doch zuvor waren ja die ersten 45 Minuten noch nicht abgelaufen. Und da hatte der FC Schalke 04 noch eine Antwort in Person von Klaas Jan Huntelaar parat, der die Vorlage von Lewis Holtby perfekt zum Anschlusstor veredelte. Mit viel Schwung kam Königsblau danach wieder aus der Kabine und bestürmte das Tor Arsenals derart massiv, dass der Ausgleich eigentlich nur noch eine Frage der Zeit war. In der 67. Minute war es dann endlich soweit: Jefferson Farfan setzte sich halbrechts gut durch, drosch den Ball aufs lange Eck, und vom Bein eines Arsenal-Verteidigers landete das Leder zum insgesamt verdienten 2:2 im Netz. Direkt mit dem Schlusspfiff hatten die Londoner sogar noch das 3:2 auf dem Fuß. Zum Glück bereinigte S04-Keeper Lars Unnerstall diese Aktion.


Teilen:
Geh auf die Seite von: