Von Stephanie Neuberger 0
Sturz bei der Jagd

König Juan Carlos von Spanien: Kritik an Elefantenjagd

König Juan Carlos von Spanien hat sich die Hüfte gebrochen. Passiert ist das ganze in seiner Jagdhütte in Botswana, Afrika. Dort war der König auf Elefantenjagd. Nun wird er Monarch nicht nur von Tierschützern stark kritisiert. Besonders pikant ist, dass Juan Carlos Ehrenpräsident vom spanischen WWF ist.


König Juan Carlos von Spanien reiste in der vergangenen Woche nach Botswana. Dort wollte der Monarch an einer Elefantenjagd teilnehmen. In seiner Hütte stolperte der 74-jährige und brach sich beim Sturz die Hüfte. Derzeit wird er in einer Klinik in Madrid behandelt. Erst nachdem der König gestürzt war, gab das Königshaus zu, dass sich Juan Carlos zu dem Zeitpunkt in Afrika befand. Die Reise und Jagd sollten eigentlich geheim bleiben und es wird darüber berichtet, dass sogar die spanische Regierung nicht wusste, dass der König nach Afrika geflogen ist.

Es ist nicht das erste Mal gewesen, dass der spanische König in Botswana Elefanten erlegen wollte. Bereits 2006 erschoss er bei der Jagd einen Dickhäuter und posierte danach stolz vor dem toten Tier. Bereits damals löste die Elefantenjagd heftige Kritik aus. Pikant an den Reisen ist die Ehrenpräsidentschaft von König Juan Carlos bei der spanischen Sektion vom WWF, die führende Naturschutzorganisation der Welt. Daher steht nun auch der Naturschutzbund in Kritik.

Aber nicht nur das Töten von Elefanten macht die Menschen zornig, sondern auch die Kosten, die eine solche Reise bedeuten. Spanien ist schwer von der Wirtschaftskrise getroffen und daher ist das Volk von der teuren Reise des 74-jährigen König gar nicht begeistert.

Das Königshaus in Spanien hat schon länger mit Imageproblemen zu kämpfen. Die Aktion von König Juan Carlos wird sicherlich die Lage verschärfen. Die Elefantenjagd und die Reisekosten könnten das Fass zum Überlaufen bringen. Während sich der König vom Sturz erholt, wird Thronfolger Prinz Felipe die offiziellen Termine wahrnehmen.


Teilen:
Geh auf die Seite von: