Von Mark Read 0
Nach 44 Jahren

König Juan Carlos nicht mehr Ehrenpräsident des WWF!

44 Jahre lang war Spaniens König Juan Carlos des Ehrenpräsident der Tier- und Umweltschutzorganisation WWF in seinem Heimatland. Jetzt nicht mehr - und das hat einen Grund.


Seit der Gründung des spanischen WWF (World Wildlife Fund) im Jahr 1968 war König Juan Carlos dessen Ehrenpräsident. Die Tier- und Umweltschutzorganisation ist weltweit die größte ihrer Art, und natürlich war ein Monarch wie Juan Carlos stets ein willkommenes Aushängeschild für den WWF. Doch nun wurde der 74-jährige König als Schirmherr abgewählt.

Grund war seine umstrittene Elefantenjagd in Afrika, die vor einigen Monaten öffentlicht gemacht wurde. Im April hatte Juan Carlos in Botswana an einer Tierjagd teilgenommen, was nicht nur allen Grundsätzen und Prinzipien des WWF aufs heftigste widerspricht, sondern in Spanien auch aus einem anderen Grund stark kritisiert wurde. Inmitten einer schlimmen Wirtschaftskrise und Massenarbeitslosigkeit hatte sich der König zu einer sehr kostspieligen Reise verlocken lassen - ein fatales Signal an die eigene Bevölkerung.

Nachdem Juan Carlos' Fehltritt ans Tageslicht kam, hatten bereits viele Mitglieder des spanischen WWF aus Protest ihren Austritt erklärt. Viele andere forderten, dass der König seinen Posten als Ehrenpräsident aufgibt. Da er das nicht getan hat, wurde sie ihm nun per Mitgliederbeschluss aberkannt. Satte 94 Prozent der anwesenden Mitglieder auf der außerordentlichen Hauptversammlung stimmten am Samstag diesem Schritt zu.

Juan Carlos hat sich zwar sofort nach Bekanntwerden der Affäre für sein Verhalten entschuldigt - doch seinen Posten als Ehrenpräsident konnte ihm dies nicht retten.


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