Von Nils Reschke 0
Ab heute im Kino

Kinder sind in den Filmen von Steven Spielberg stets auch "Gefährten"

Kinder sind Steven Spielberg seit jeher ans Herz gewachsen. Pferde sind eine Leidenschaft des Regisseurs, der zehn Ställe auf seinem Anwesen sein Eigen nennt. Was passt also besser, als einen Kinderroman zu verfilmen, in dem einer dieser Vierbeiner die Hauptrolle spielt? Genau das hat Spielberg mit "Gefährten" getan.


Steven Spielberg ist ein Meister seines Fachs. Der Regisseur und Produzent aus Hollywood lehrte die Kinobesucher einst mit „Der weiße Hai“ das Gruseln. Das schafft sein Film sogar noch heute. Für einen Horror-Streifen aus den 70er-Jahren und mit veralteter Tricktechnik sicherlich bemerkenswert.  Dann kam „E.T.“, die rührende Geschichte eines Außerirdischen, in dem die damals erst siebenjährige Drew Barrymore bereits dem Alien den Kopf verdrehte. Mit „Schindlers Liste“ und „Der Soldat James Ryan“ gewann der Regisseur zwei Mal den Oscar. Für seinen neuesten Blockbuster „Gefährten“, der heute in den deutschen Kinos anläuft, ist Spielberg zwar nicht als Regisseur nominiert, der Film gleichwohl in sechs anderen Kategorien.

Auch wenn es sich beim Hauptdarsteller in „Gefährten“ um ein Pferd handelt, wird trotzdem Steven Spielbergs ganz besonderer Umgang mit seinen kleinen Darstellern deutlich: In diesem Fall mit Jeremy Irvine, der den Bauernsohn Albert Narracott spielt und seinen geliebten Gefährten in den Krieg ziehen lassen muss. „War Horse“ heißt dann auch der Original-Titel des Filmes, der von den Abenteuern des Vierbeiners in den Wirren des Ersten Weltkrieges handelt. Die Film-Kinder aus seinen diveresen Streifen seien ihm dabei immer ans Herz gewachsen, verrät Regisseur Spielberg. Ganz besonders Drew Barrymore, deren Abschied ihn nach eigenem Bekunden „eine Woche krank vor Kummer“ machte.  Vielleicht ist das auch der Grund, warum Steven Spielberg heute siebenfacher Vater ist. Vielleicht aber auch, dass in seiner eigenen Jugend das Verhältnis zu seinen Eltern nie das beste war.

Lange waren er und sein Vater entzweit. „Vor 20 Jahren dann haben wir uns versöhnt“, erzählt Steven Spielberg, der den Oscar für „Der Soldat James Ryan“ 1999 folglich seinem Vater widmete. Mit „War Horse“ schließt sich der Kreis, denn „Gefährten“ basiert auf dem gleichnamigen Kinderbuch von Michael Morpurgo. Und Pferde waren schon immer Spielbergs Leidenschaft, wenngleich er das Reiten selbst schnell aufgab, nachdem er als Kind einmal abgeworfen wurde. Kinder, Pferde, ein siebenfacher Familienvater und mit Trophäen gekrönter Mann dazu: Selten zuvor gab ein Film wohl so viel preis von seinem Regisseur.


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