Nils 0
DFB-Pokal

Kevin Großkreutz provoziert und trübt den Dortmunder Jubel

Borussia Dortmund und der FC Schalke mögen sich nicht, um es einmal milde auszudrücken. Kevin Großkreutz ist BVB-Spieler durch und durch – und übertreibt es mit seiner Leidenschaft gegen die Königsblauen dabei gerne immer wieder. So auch am Pokalabend des ersten Halbfinals bei der Spielvereinigung Greuther Fürth.


Erst waren es 90 leidenschaftliche Minuten, die sich die 22 Akteure auf dem Rasen lieferten. Dann kam noch eine halbe Stunde Verlängerung hinzu. Es lief dennoch stets fair ab, das erste Halbfinale im DFB-Pokal zwischen der Spielvereinigung Greuther Fürth, aktueller Tabellenführer der Zweiten Liga, und dem Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund. Doch dann kam Ilkay Gündogan, sein glückliches 1:0, der große BVB-Jubel – und einer, der nicht zum ersten Mal aus der Reihe tanzte: Kevin Großkreutz. Während die Kollegen sich feierten, hatte der Dortmunder Mittelfeldspieler nichts besseres zu tun, als einen ganz besonderen Gegenspieler zu provozieren: Gerald Asamoah.

Asamoah hatte lange Zeit für den FC Schalke 04 gespielt, bekanntlich der Erzrivale der Dortmunder. Und alles, was nur ansatzweise Königsblau ist, ist für Kevin Großkreutz eher ein Rotes Tuch. Welche Worte genau gefallen sind, verriet nach dem Schlusspfiff niemand mehr. Gerald Asamoah wollte hinterher „über solch einen Typen“ nichts mehr sagen. „Der ist es nicht wert.“ Großkreutz selbst mimte – natürlich – das Unschuldslamm, er habe nur gejubelt. So sei es eben unter Fußballern: „Er hat ja auch schon öfter ein paar Sprüche gegeben.“ Also hat Kevin Großkreutz dann doch etwas gesagt? Wer jedenfalls nach der Partie den Worten eines Mike Büskens lauschte, muss zwangsläufig zu dem Urteil kommen.

Der Trainer der Fürther, der jahrelang selbst für den FC Schalke gespielt hatte, ging zunächst ruhig, sachlich und traurig ob des Ausscheidens in die Analyse. Als die beendet war, polterte Büskens dann los: Was in seine Richtung gekommen sei, sei einfach nur peinlich. Einen Namen wollte er nicht nennen, doch dürfte klar sein, wen Mike Büskens damit meinte. Büskens in Rage: „Es gibt Vertreter, die tragen den Bundesadler. Was die sich erlauben, wie man da tituliert wird, nur weil man eine 18-jährige blau-weiße Vergangenheit hatte, das finde ich eigentlich beschämend.“ Man solle in der Niederlage Größe zeigen. „Das sollte man auch im Falle eines Sieges tun.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.


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