Von Kati Pierson 0
Clinton ehrt Richards

Keith Richards gewinnt Norman-Mailer-Preis

Keith Richards (67), der legendäre Gitarrist der Rolling Stones, gewann den renommierten Norman-Mailer-Preis für seine Autobiographie "Life". Die Laudatio auf den faltigsten Gitarristen aller Zeiten wurde von niemand geringerem als dem 42. Präsidenten der Vereinigten Staaten, Bill Clinton, gehalten.


Ja sieh mal einer an. Der Skandal-Rocker Keith Richards gewinnt den Norman-Mailer-Preis für herausragende Biographien. Der Gitarrist der Rolling Stones ("Satisfaction", "Paint it, Black" und "Angie") schrieb eine Autobiographie mit dem Titel "Life", für die er nun geehrt wurde. Niemand geringeres als der 42. Präsident der Vereinigten Staaten Bill Clintion (65) war der Laudator.

Und jetzt kommt der Clou: die Rede des Ex-Präsidenten war sogar recht witzig. Das Ganze ging nur zu Kosten Keith Richards. So sagte Clinton, Richards sei "außer Kakerlaken die einzige Lebensform, die einen Atomkrieg überleben kann“. Aber auch über sich selbst konnte der Schürzenjäger ganz gut Lästern. So erzählte er, dass er sich Jahre lang Richards unterlegen fühlte, denn seine kurzlich verstorbene Schwiegermutter Dorothy Rodham sei ein großer Stones-Fan gewesen: "Haben Sie eine Ahnung, wie es ist, ein 92-jähriges Groupie im Haus zu haben?"

Ein Wettbieten um die Rechte für das Buch von Richards  auf der Buchmesse 2007 in Frankfurt am Main brachte ihm 5,5 Millionen Vorschuss. Das Buch selbst wurde 2010 veröffentlicht und hat sage und schreibe 736 Seiten.  Zum Vergleich: Udo Jürgens Buch "Der Mann mit dem Fagott", welches die Geschichte der Familie Bockelmann seit 1891 behandelt, hat nur 699 Seiten - und Keith Richards ist zwar alt, aber so alt nun auch wieder nicht.


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