Von Nils Reschke 0
Hamburger SV

Kein Lionel Messi: Ganz Hamburg ist immer noch verärgert

Der Abpfiff des Testspiels war längst ertönt, aber der Ärger noch lange nicht verflogen. Im Gegenteil. Der Bundesligist Hamburger SV lässt jetzt sogar von einem Anwalt prüfen, inwieweit der Vertrag, der zuvor abgeschlossen war, auch tatsächlich vom Gegner erfüllt wurde.


Anlässlich seines 125. Geburtstags hatte der Hamburger SV ganz große Geschütze aufgefahren: Am Dienstagabend gastierte in der Imtech-Arena die wohl weltbeste Mannschaft, der FC Barcelona. Ganz gleich, ob die Katalanen nun in der abgelaufenen Spielzeit die Champions League gewonnen haben, oder aber eben nicht. Doch der Barca-Auftritt sorgte für großen Unmut.

Bis zu 55 Euro wurden den Fans abverlangt – für ein Freundschaftsspiel, wohlgemerkt. Aber was ein echter Liebhaber des Fußballs ist, der ist auch gerne bereit, einmal so tief in die Tasche zu greifen. Dann nämlich, wenn zum Starensemble auch Lionel Messi, der weltbeste Fußballer zählt. Sein Auflaufen hatte sich der Hamburger SV zuvor vertraglich zusichern lassen. Das Problem: Messi kam nicht mit an die Elbe! Am Abend zuvor habe er sich verletzt. Trainer Vito Vilanova, der im Sommer das Amt von Pep Guardiola übernommen hatte, sagte zu dem Ausfall, der die Fans entzürnte, nur knapp: „Wir haben erst nicht gedacht, dass es was Schlimmes ist. Aber uns ist das Risiko zu groß.“

Am Ende des Testspiels stand dann für den FC Barcelona noch nicht mal mehr die B-, sondern vielmehr eine bessere C-Elf auf dem Platz. Auch das hatte, abgesehen vom Fehlen von Lionel Messi, einen faden Beigeschmack. Ohnehin waren die Katalanen bereits mit zwölf Spielern aus ihrer zweiten Mannschaft angereist.  Auch Vereinschef Carl E. Jarchow konnte die Enttäuschung allerorten nachvollziehen: „Bitter. Lionel Messi ist derjenige, der die Leute am meisten interessiert hat.“ Der Boulevard ging noch ein Stück weiter und spricht von einer „Messi-Verarsche“. Und zu allem Überfluss verlor der HSV dann auch noch dieses Match mit 1:2. Dani Alves und Gerard Deulofeu hatten für Barca getroffen. Den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte Tolgay Arslan.


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