Von Mark Read 0
Freiherr wird 40

Karl-Theodor zu Guttenberg wird 40 Jahre alt - und bleibt umstritten

Blender oder großer Staatsmann? Einer der umstrittensten Politiker Deutschlands wird heute 40 Jahre alt: Karl-Theodor zu Guttenberg. Er war der Hoffnungsträger der CSU, stolperte dann auf dem Höhepunkt seines Aufstiegs über die Plagiatsaffäre um seine Doktorarbeit. Nach einer Auszeit meldet sich Guttenberg nun wieder zurück.


Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg wird heute 40 Jahre alt. Das ist für einen Politiker immer noch ein sehr junges Alter, trotzdem hat der gebürtigen Münchener aus dem Adelsgeschlecht schon eine Berg- und Talfahrt hinter sich. Vom Hoffnungsträger der CSU, den einige sogar schon als Kandidaten für das Bundeskanzler-Amt sagen, verwandelte er sich binnen weniger Wochen in einen Ausgestoßenen. Der Grund dafür war seine Doktorarbeit.

Guttenberg, der 2006 mit einer Arbeit über "Verfassung und Verfassungsvertrag" an der Universität Bayreuth promovierte und dafür 2007 den Doktorgrad verliehen bekam, hatte abgeschrieben. Er hatte einige Zitate aus anderen Arbeiten übernommen, ohne diese als Zitate zu kennzeichnen oder mit Quellenangaben zu belegen. Guttenberg wies die Vorwürfe zunächst als "abstrus" zurück, doch als immer mehr Details ans Tageslicht kamen, trat er am 01. März von seinem Amt als Verteidigungsminister zurück.

Vor wenigen Wochen gab Karl-Theodor zu Guttenberg dem Journalisten Giovanni di Lorenzo von der "Zeit" ein Aufsehen erregendes Interview. Es war das erste Interview, das Guttenberg nach seinem unfreiwilligen Abschied aus der Bundespolitik zu Beginn des Jahres gab. In dem langen Gespräch, das auch in Buchform unter dem Titel "Vorerst gescheitert" erschien, gibt Guttenberg Fehler zu, schließt auch eine Rückkehr in die Politik nicht aus.

Die öffentliche Meinung über den "Freiherrn" ist immer noch sehr gespalten. Einige sehen ihn als fähigen Politiker, dem man trotz seiner schwerwiegenden Fehler auf jeden Fall eine zweite Chance geben sollte. Andere betrachten ihn als "Blender", der vor allem durch die perfekte Inszenierung lebt und dem sein öffentliches Image wichtiger ist als die politischen Inhalte. In die CSU wird er kaum zurückkehren können, nachder er öffentlich Kritik an der Partei übte. Man wird sehen, in welcher Form Karl-Theodor zu Guttenberg demnächst von sich reden machen wird.


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