Von Mark Read 0

Kachelmann Prozess: Verhandlung ohne Zuschauer und Journalisten


Im Vergewaltigungsprozess gegen den Wetterfrosch Jörg Kachelmann hat der Vater des mutmaßlichen Opfers heute unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgesagt. Die Befragung betreffe das engere Familienleben, begründete der Vorsitzende Richter vor dem Mannheimer Landgericht.

Nach kurzen Angaben zur Person des 71-jährigen Ingenieurs mussten Medienvertreter und Zuschauer den Saal verlassen. Der nach eigenen Angaben pensionierte Studiendirektor hatte selbst darum gebeten, seine Aussage ohne Zuschauer und Medienvertreter zu machen. Zuvor gab der Vater zu seiner Person an, dass er früher selbst Laienrichter gewesen sei.

Auch die Mutter der 37-jährigen Ex-Freundin von Kachelmann hatte im Prozess bereits ausgesagt. Das mutmaßliche Opfer war am Morgen nach der angeblichen Tat am 9. Februar 2010 zu seinen Eltern gegangen.

Kachelmann muss sich seit Anfang September vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Wetterexperten vor, seine langjährige Geliebte mit einem Messer bedroht und vergewaltigt zu haben. Er selbst beteuert seine Unschuld.

In der vergangenen Woche waren vor Gericht zwei Polizeibeamtinnen vernommen worden. Sie hatten die Aussagen des mutmaßlichen Opfers für glaubwürdig gehalten.

Am kommenden Mittwoch geht es in die nächste Runde.

 


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