Von Mark Read 0

Kachelmann-Prozess: Hirnforscher soll jetzt im Prozess helfen


Es ist schon von Anfang an bekannt, dass das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer des angeklagten Wettermoderators Jörg Kachelmann Erinnerungslücken zum genauen Tathergang hat. Jetzt kam ein Hirnforscher im Vergewaltigungsprozess gegen Kachelmann vor dem Mannheimer Landgericht ins Spiel. Dieser versuchte die umstrittenen Erinnerungslücken zu erklären.

In dem langwierigen Vergewaltigungsprozess gegen den 52-jährigen Wetterfrosch Jörg Kachelmann hat nun ein Hirnforscher versucht, Klarheit hinsichtlich der Erinnerungslücken des mutmaßlichen Opfers, einer Moderatorin und langjährigen Geliebte Kachelmanns, zu schaffen.

Dabei vertritt der Hirnforscher die Meinung, dass es unter bestimmten Umständen durchaus möglich wäre, dass ein Trauma in Form eines einschneidenden Erlebnisses zu erheblichen Erinnerungslücken führen könne. Das sagte der Bielefelder Professor und Hirnforscher Hans Markowitsch am Montag vor dem Landgericht in Mannheim als Sachverständiger aus. Dabei seien natürlich die Lebensumstände des Betroffenen ausschlaggebend.

Bei Personen, die bereits schon in ihrer Kindheit oder Jugendzeit traumatisiert worden seien, könnten später in ähnlichen Situationen Gedächtnisblockaden auftreten, so erläuterte der Hirnforscher Markowitsch im Gerichtssaal. Beim Prozess wurde die Öffentlichkeit erneut ausgeschlossen, als sich Hans Markowitsch zu den Details des Falles äußerte.

Die 38-jährige Ex-Geliebte Jörg Kachelmanns beschuldigt den Wettermoderator der schweren Vergewaltigung und Körperverletzung. Dabei kann sich die Nebenklägerin jedoch nicht mehr an entscheidende Details des Tathergangs erinnern. Der angeklagte Wettermann Jörg Kachelmann bestreitet die angebliche Tat vehement. Er hält sie für eine Racheaktion seiner langjährigen Ex-Geliebten.


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