Von Mark Read 0

Kachelmann-Prozess: Gutachter hält Ex-Geliebte für unglaubwürdig


Dieses Gutachten könnte den der Vergewaltigung angeklagten Wetterfrosch Jörg Kachelmann endgültig entlasten! Am 40. Prozesstag untersuchte der Psychologe Prof. Dr. Günther Köhnken die Aussagen von Kachelmanns Ex-Freundin. Das Ergebnis: Die 37-Jährige, die behauptet, Kachelmann habe sie vergewaltigt, ist unglaubwürdig!

Zumindest weite Teile ihrer Aussagen klingen laut Prof. Dr. Köhnken eher nach reger Fantasie als nach der Wahrheit.

In der "Bild" geht der Gutachter auf einige besondere Aussagen von Kachelmanns Ex-Freundin ein. So bewertet er etwa ihre Aussage über die Tatnacht wie folgt: "In einer früheren Aussage sagt sie, das Messer sei ihr ständig an den Hals gehalten worden. Als ihr aufgeht, dass das nicht so gewesen sein kann, sagt sie: Es war gefühlt am Hals."

Auch die angeblichen Erinnerungslücken der Klägerin kommen Köhnken äußerst schleierhaft vor: "Die Beziehung wird umfangreich geschildert. Doch dann kommt die Frage nach dem Ablauf der Vergewaltigung und da kommt eine Erinnerungslücke nach der anderen. Sie kann sich nicht erinnern, wie er über ihr war, nicht, wie er in sie eindrang, nicht, ob es zum Samenerguss kam. Eine solche oszillierende Schilderung habe ich in meiner ganzen Laufbahn nicht gehört."

Generell traut er der 37-Jährigen bei der Tätigung ihrer Aussagen durchaus Kalkül zu: "Wir haben es nicht mit einer Lernbehinderten zu tun, sondern mit einer intelligenten Frau. Das würde ja die Frage nahelegen, ob eine Demenz vorliegt. Dann hätte sie nie ihr Studium bewältigen können. Sie schwankt in den Befragungen zwischen starker Emotion und rationaler Beantwortung von Fragen. Das geht völlig übergangslos."

Dennoch: Köhnken wollte der Frau vor Gericht nicht explizit Falschaussage unterstellen. Er überließ es den Juristen, sein Gutachten für den Prozess zu verwerten. Dennoch dürften Köhnkens Ausführungen dem Angeklagten Kachelmann sehr gelegen kommen. Das Urteil in dem spektakulären Prozess wird für den 31. Mai erwartet.


Teilen:
Geh auf die Seite von: