Von Mark Read 0

Kachelmann-Prozess: Ex Geliebte bleibt bei ihrer Behauptung


Die Ex-Geliebte von Jörg Kachelmann bleibt bei ihrer Behauptung, dass der Wetterfrosch sie im Februar vergewaltigt und mit einem Messer bedroht habe.

Somit steht Aussage gegen Aussage!

Zahlreiche Fotografen und Journalisten warteten heute Morgen vor dem Landgericht in Mannheim auf die Ex- Geliebte des Wettermoderators Jörg Kachelmann. Heute war der 12. Prozesstag, und die Vernehmung der Ex-Geliebten Kachelmanns sollte endlich Aufschluss über die mutmaßliche Tat bringen.

Weiterhin steht aber Aussage gegen Aussage. Die 37-jährige Ex- Geliebte hielt beharrlich an ihrem Vorwurf, Jörg Kachelmann habe sie im Februar vergewaltigt, fest.

Heute war bereits schon der dritte Prozesstag, an dem das mutmaßliche Opfer unter Ausschluss der Öffentlichkeit als Zeugin vor den Richtern der 5. Großen Strafkammer in Mannheim befragt wurde. Anschließend folgten die Vernehmungen durch die Staatsanwaltschaft, die Verteidigung und die insgesamt neun Gutachter.

In einer der Verhandlungspausen lobte Klaus Schroth, einer der Verteidiger Kachelmanns, die Gründlichkeit, mit der das Mannheimer Landgericht in der Befragung vorgehe. Die Befragung sei außergewöhnlich ausführlich.

In der Zwischenzeit liegen neue Untersuchungsergebnisse hinsichtlich der digitalen Fotos vor, die auf dem PC der Nebenklägerin gefunden wurden. Die Fotos hatte sie rund ein Jahr vor der mutmaßlichen Tat von blauen Flecken an ihren Oberschenkeln gemacht.

In seinem Gutachten hatte der von der Verteidigung beauftragte Gerichtsmediziner Bernd Brinkmann die Verletzungen als Experiment gedeutet. Das mutmaßliche Opfer hätte experimentieren wollen, wie sich Hämatome entwickeln. Dabei war der von der Verteidigung beauftragte Gutachter Bernd Brinkmann, der inzwischen als befangen vom Gericht abgelehnt wurde, davon ausgegangen, dass zwischen den Aufnahmen mehrere Stunden vergingen.

Die beiden Aufnahmen entstanden jedoch im Abstand von nur 30 Sekunden, wie sich jetzt herausstellte. Zeitstudien über die Entwicklung von Hämatomen scheiden damit eindeutig aus.

Der Prozess geht am kommenden Mittwoch in die nächste Runde.

 


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