Von Mark Read 0

Kachelmann-Prozess: Alice Schwarzer verweigert die Aussage


Am heutigen Mittwoch im Prozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann wurde mit Spannung der Auftritt der als Zeugin geladenen Journalistin Alice Schwarzer erwartet. Ihr Auftritt war wider Erwarten nicht spektakulär, denn er dauerte nur ganze drei Minuten. Das Prozess- Publikum war sichtlich enttäuscht! Als Journalistin kann Alice Schwarzer, auch sie ist mit Intelligenz ausgestattet, jedoch mit Recht die Aussage als Zeugin verweigern.

Für den wegen Vergewaltigung angeklagten Jörg Kachelmann waren die Aussagen der von ihm beauftragten Rechtsmediziner von wesentlich größerer Bedeutung. Diese nähren nämlich die Hoffnung auf einen eventuellen Freispruch. So vertraten sie vor dem Landgericht Mannheim die These, dass es erhebliche Zweifel an der Aussage der einstigen Kachelmann- Geliebten gebe.

Heute wurde die ausführliche Vernehmung der rechtsmedizinischen Gutachter vor Gericht fortgesetzt. Dabei ging es um die zentrale Frage, woher die Verletzungen der langjährigen Ex-Geliebten Kachelmanns stammen. Die Gerichtsmedizin stellte bei ihrer Untersuchung, die nur einen Tag nach der mutmaßlichen Tat stattfand, fest, dass die Nebenklägerin, das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer, deutliche Striemen am Hals gehabt habe. Auch drei kleinere Schnittwunden am Unterarm, am Bauch und am linken Oberschenkel, sowie größere Blutergüsse an den Innenseiten beider Oberschenkel, wurden derzeit dokumentiert.

Es ist nachhaltig bekannt, dass nach den Darstellungen der Frau die Wunde während der angeblichen Tat an ihrem Hals entstand. Kachelmann habe ihr während der unterstellten Vergewaltigung ein Küchenmesser an die Kehle gedrückt. Diesen Ausführungen widerspricht jedoch der von Kachelmann beauftragte Kölner Rechtsmediziner Markus Rothschild. Dieser sagte heute, am Mittwoch aus, dass es zumindest DNA-Spuren der Ex-Geliebten Kachelmanns am Messerrücken geben müsste.

„Dort ist keine DNA, und das ist nicht nachvollziehbar“, so der Kachelmann- Gutachter. Dabei schloss Markus Rothschild aus, dass die Spuren verloren gegangen sein könnten, als die Nebenklägerin nach der Tat das Messer nochmals selbst berührte…

„Man hätte das Messer auf den Boden schmeißen können. Die Epithelien, das sind Gewebezellen, fallen nicht ab, die bleiben dort dran kleben“, so führte der Gerichtsmediziner Rothschild seine Einschätzung aus.

Wir dürfen gespannt auf die nächste Prozess-Runde sein, denn ab jetzt treten die Gutachter auf dem Gerichts- Parkett in Mannheim gegeneinander an.

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