Von Mark Read 0

Kachelman-Prozess: neuer Promi-Verteidiger und neue Zeugin aufgetaucht


Der neue Promiverteidiger des Wettermoderators Kachelmann, Johann Schwenn, attackierte gleich an seinem ersten Prozesstag am Freitag die Medien und Gutachter. Auch der vorige Verteidiger Birkenstock bekam von Rechtsanwalt Schwenn keine milde Beurteilung.

Promi- Anwalt Johann Schwenn stellte vor dem Mannheimer Landgericht zahlreiche Anträge, darunter war auch ein Befangenheitsantrag gegen die Sachverständige Luise Greuel. Der Höhepunkt seines ersten Prozesstages war jedoch die Beschlagnahmung der Unterlagen vom Therapeuten des mutmaßlichen Opfers. Außerdem mäkelte Schwenn an der Strategie seines Vorgängers, dem Kachelmann- Anwalt Reinhard Birkenstock herum.

Jetzt aber soll eine neue Zeugin aufgetaucht sein, die von angeblichen gewalttätigen Übergriffen Kachelmanns berichtete. Hiermit belastet sie den angeklagten Wettermann erheblich. Das jedenfalls berichtete das Nachrichtenmagazin „Focus“.

Laut „ Focus“ hat die Frau der Staatsanwaltschaft in Mannheim berichtet, dass Jörg Kachelmann sie drei Wochen vor der mutmaßlichen Vergewaltigung zu Hause besucht habe. Dabei sei es zu Intimitäten und gewalttätigen Übergriffen seitens Kachelmanns gekommen. Die der Öffentlichkeit noch unbekannte Zeugin soll darüber schockiert gewesen und anschließend wochenlang krank gewesen sein.

Die weibliche Zeugin stamme dem Nachrichtenmagazin zu Folge aus der Schweiz. Sie habe den Angeklagten Kachelmann im Oktober 2009 kennen gelernt. Auch sie hielt sich zum damaligen Zeitpunkt für die einzige Freundin des Wettermoderators.

Während des Vorfalls der sexuell gewalttätigen Übergriffe seitens Kachelmanns, die sich am 17. Januar zutrugen, sei Jörg Kachelmann ein vollkommen anderer Mensch und ziemlich brutal ihr gegenüber geworden sein. Dabei hätte sich sein Blick sehr stark gewandelt, und sie habe große Angst empfunden, wie sie sie vorher noch nie in ihrem Leben empfunden habe. Die sexuellen Übergriffe Kachelmanns habe sie seinerzeit als Sado-Maso- Handlungen eingestuft.

Eine Auswertung des Kachelmann- Mobiltelefons durch das BKA hat außerdem ergeben, dass alle SMS-Kontakte der noch unbekannten Zeugin von Kachelmann gelöscht wurden. Die Ergebnisse der kriminaltechnischen Untersuchungen des Mobiltelefons soll jedoch die Ermittler auf die Spur der neuen Zeugin gebracht haben.

Vor dem Mannheimer Landgericht wollte die Zeugin, die aus der Schweiz stammt, nicht aussagen. Durch ein Rechtshilfegesuch könnte die neue Zeugin jedoch nun auch von einem Richter aus der Schweiz vernommen werden.

Jetzt wurde auch aktuell bekannt, dass Kachelmanns Ex-Verteidiger Reinhard Birkenstock noch bis zuletzt – aber vergeblich versucht habe, die Vernehmung der neuen Zeugin zu verhindern.

Am kommenden Mittwoch geht es in die nächste Runde.


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