Von Nils Reschke 0
Plötzlich erwachsen

Justin Bieber und der schmale Grat mit den Teenie-Fans

Sein neues Album „Believe“ erscheint im Sommer. Einen ersten Vorgeschmack lieferte schon im März die erste Single „Boyfriend“. Justin Bieber will ernst genommen werden als Musiker. Oder zumindest etwas ernster. Er sei erwachsen geworden. Noch halten dem Mädchenschwarm die weiblichen Fans die Treue.


Peter Maffay sang einst den Tabaluga-Song „Nessaja“, in dem es im Refrain heißt: „Ich wollte nie erwachsen sein.“ Derartige Gedanken hegt Pop-Sternchen Justin Bieber keineswegs. Der Teenie-Star feierte im März erst seinen 18. Geburtstag und erklärte demnach auch im Rahmen der Veröffentlichung seines Albums „Believe“ selbstbewusst: „Ich werde erwachsen.“ Doch da steht ein großes Problem im Weg: Bieber, das Teenie-Idol, das vor allem die Herzen der jungen Mädchen bricht, ohne etwas dafür zu können, braucht natürlich seine Fans, um weitere Erfolge zu feiern. Es ist ein schmaler Grat, auf dem der 18-jährige Kanadier wandelt.

Ganz so erwachsen präsentiert er sich in der Öffentlichkeit aber nicht immer. Statt etwas routinierter mit der angeblichen Vaterschaft umzugehen, die ihm einst Mariah Yeater nachsagte, stänkerte Justin Bieber, wie Promipool.de bereits berichtete, auf Twitter und machte sich dort über die 20-Jährige lustig. Weniger ist eben doch manchmal mehr. Das wird auch Justin Bieber noch lernen, der mit seiner Musik von nun an ernster genommen werden will. Ob das mit seinem dritten Album „Believe“, welches im Juni erscheinen soll, gelingt, steht bis dahin noch in den Sternen. Einen ersten Vorgeschmack gab es schon mal in einem Londoner Club.

Streng geheim sollte der Gig sein, doch natürlich machte er in der englischen Hauptstadt rasend schnell die Runde. Zahlreiche Fans, vor allem natürlich die Mädchen, trotzen dem englischen Wetter und machten durch lautes Schreien und Gekreische auf sich aufmerksam, bis einigen von ihnen dann sogar Einlass gewährt wurde. Zumindest in diesem Punkt hat sich bisher wenig geändert bei Justin Bieber, der nachhaltig trotz des Sinneswandels zu mehr Ernsthaftigkeit bei seiner Musik betont: „Natürlich will ich meine jungen Fans behalten.“ Und so wirkt das neue Album dann tatsächlich etwa so wie ein Kompromiss. Tatsächlich reifer, weniger Teenie-Kitsch, aber noch ausreichend, um es sich nicht ganz mit den Mädels zu verscherzen. Darauf hofft er, daran glaubt er. „Believe“ eben.


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