Von Robert Osl 0

John Galliano: Muss er in den Knast?


John Galliano, der Modeschöpfer des Hauses Dior steckt in der Klemme. Vor kurzem bekam er eine Anzeige wegen Beleidigung. Er habe gepöbelt und sich äußerst rassistisch und judenfeindlich geäußert. Zu allem Übel tauchte dann noch ein Video auf, in dem ein betrunkener Galliano zu sehen ist, wie er die Gäste der Lokalität neben sich beschimpft und sich rassistisch äußerst, unter anderem mit den Worten "Ich liebe Hitler". Die Öffentlichkeit ist schockiert. Freunde und Arbeitskollegen erkennen den Modeschöpfer nicht wieder. Auch der Designer Robert Cavali erkennt seinen Freund nicht wieder: "„Ich kann es nicht glauben, weil ich John seit so vielen Jahren kenne, er ist eine so wundervolle Person. Ich kann nicht glauben, dass er jemanden rassistisch beleidigt haben soll, weil er so international ist. Ich finde, Dior sollte den roten Teppich für ihn ausrollen, denn er hat aus Dior das gemacht, was es heute ist. Ich will über niemanden urteilen, aber ich liebe John und John, ich fühle mit dir." Patricia Field, die Designerin und Stylistin der Erfolgsserie "Sex and the City" lässt unterschwellig durchblicken, dass sie sich nicht sicher ist ob die Situation so ganz korrekt dargestellt wird: "Schönheit, Intelligenz und Energie beschreiben den John, den ich kenne. Wo in dieser Trilogie lässt sich Hass finden, frage ich euch. Meine zweite Frage: Was exakt hat er gesagt? Und die Dritte: Was passiert hier wirklich?". Nichts desto trotz musste das Haus Dior reagieren und tat dies auch. John Galliano wurde zunächst suspendiert, um anschließend endgültig entlassen zu werden. Dies ist jedoch noch nicht die größte Sorge die John Galliano haben sollte. Ihm drohen nun ein halbes Jahr Gefängnis sowie 31000€ Strafe, da in Frankreich antisemitische Äußerungen strafbar sind. Zwar hat sich der Designer öffentlich entschuldigt: "Antisemitismus und Rassismus dürfen keinen Platz in unserer Gesellschaft einnehmen. Ich bitte von ganzem Herzen um Entschuldigung für mein Verhalten.". Zu dem gaben seine Anwälte bekannt, dass er sich in eine Entzugsklinik aufgrund seiner Alkoholsucht begeben wird. Stellt sich nur die Frage ob er sich das nicht alles etwas früher hätte überlegen sollen.


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