Von Kati Pierson 0
Witziges von JFK

John F. Kennedy: „Ich danke dem Dolmetscher, dass …“

Dass ein Politiker für einen Lacher gut ist, wissen wir nicht erst seit Kohl, Stoiber oder Clinton. Aber ein Politiker, der sich auch in den ernstesten Situationen zu Scherzen hinreißen lässt, ist nicht unbedingt üblich. Besonders, wenn es auf seine eigenen Kosten geht. Beim Ex-US-Präsidenten John F. Kennedy war das normal.


Stimmenkauf

Senator Hubert H. Humphrey war 1960 bei den Vorwahlen zum Präsidentschaftskandidat der Demokratischen Partei einer der Gegner Kennedys. Er trat als „Anwalt der kleinen Leute“ auf und beschuldigte Kennedy, dass er mit dem Geld seiner Familie Stimmen kaufte. Kennedy reagierte auf diese versteckten Angriffe indem er auf einer Versammlung in Manhattan erklärte:

„Ich habe soeben ein Telegramm von meinem Vater erhalten. Es lautet: „Lieber John. Kaufe nicht eine Stimme mehr als nötig. Ich denke nicht daran, einen Erdrutsch zu finanzieren!“

JFK hat das dann auch beherzigt und gewann mit einem hauchdünnen Vorsprung die Wahl zum Präsidenten gegen den Republikaner Richard M. Nixon.

Veternwirtschaft

Als Kennedy dann sein Kabinett aufstellte und Robert F. Kennedy – seinen jüngeren Bruder – zu seinem Justizminister machte, wurde er im Senat dafür kritisiert. Schlagfertig antwortete er:

„Ich kann nichts Unrechtes daran finden, wenn Robert als Justizminister ein bißchen Erfahrung sammelt, bevor er eine Anwaltspraxis aufmacht.“

Die graue Maus

Im Mai 1961 reist er mit seiner schönen Frau nach Paris. Jackie Kennedy liebte Frankreich und Frankreich liebte Jackie Kennedy. Als der Präsident sah, welche unbedeutende Rolle er spielte und das alle nur seine Frau sehen wollten, stellte er sich zum Anfang einer Rede den Franzosen erst einmal vor:

„Ich bin der Mann, der Jacqueline Kennedy nach Paris begleitet.“

Pfannkuchen ???

Im Juni 1963 hält Kennedy seine berühmte Berlinrede vor dem Schöneberger Rathaus. Als der Satz „Ich bin ein Berliner!“ von ihm ertönt, wiederholt der Übersetzer diesen. Kennedy daraufhin – was übrigens vom Übersetzer auch dargeboten wurde:

„Ich danke dem Übersetzer, dass er mein Deutsch noch besser übersetzt hat!“

Phantasie

JFK erzählte seinen Kindern ständig selbstausgedachte Geschichten, die die Kleinen faszinierten und eigentlich in ihre Welt und zu ihren Interessen passten. Eines Tages war er ganz verzweifelt, und seine Frau Jackie fragte: "Was ist?" Er sagte:

"Du musst mir unbedingt ein paar Bücher besorgen. So langsam fallen mir keine Kindergeschichten mehr ein. Ich habe Caroline gerade eben erzählt, wie sie und ich drei japanische Kampfflugzeuge abgeschossen haben."

Aus dem Buch: "Jacqueline Kennedy: Gespräche über ein Leben mit John F. Kennedy".

 Mode & Schönheit

Am Morgen des 22.November 1963 – nur wenige Stunden bevor er ermordet wird – hält er eine Frühstücksrede in Fort Worth, Texas. Der Präsident tritt alleine auf und das Gemurmel wird laut, wo denn seine Frau sei. Alle sehen sich um und erwarten Sie. Er nimmt allen den Wind aus den Segeln:

„Es ist eine große Ehre für meine Frau und mich hier zu sein. Sie ist oben und organisiert sich selbst. Das dauert ein wenig länger, aber dafür sieht sie auch viel besser aus als ich.“

Jackie tritt in dem Moment auf als Jack seine eigentliche Rede beginnen möchte. Alle drehen sich zu ihr um und der Beifall tobt los. Da startet er halt anders:

„Vor zwei Jahren habe ich mich in Paris vorgestellt als der Mann, der Mrs. Kennedy begleitet. Hier in Texas beschleicht mich ein ähnliches Gefühl. Niemand interessiert sich dafür, was Lyndon und ich anhaben.


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