Von Kati Pierson 5
Who killed JFK?

John F. Kennedy: Attentat auch nach 49 Jahren noch ein Rätsel

Heute am 22. November wurde vor 49 Jahren der 35. Präsident der Vereinigten Staaten John Fitzgerald Kennedy erschossen. Bis heute wird über das Attentat, die Attentäter und die Motive spekuliert. Wir präsentieren die drei Haupttheorien und bringen Licht in Dunkel.


22. November 1963 in Dallas (Texas). Am Morgen hatte es noch geregnet, doch gegen Mittag riss der Himmel auf. So konnte der 35. Präsident der Vereinigten Staaten John F. Kennedy im offenen Lincoln durch die Stadt fahren. Die Einwohner von Dallas standen an den Straßenrändern, winkten und jubelten ihm und seiner schönen Frau Jacqueline Lee Bouvier Kennedy zu.

Die Wagenkolone bog in die Elmstreet ein. Kurz darauf fielen Schüsse. Der Präsident fiel zur Seite, seine Frau kletterte in Panik auf die Heckklappe des dunkelblauen Lincoln Continental X-100. Ein Secret-Service-Agent brachte sie zurück in den Wagen. Dann ging alles sehr schnell. Die Kolone beschleunigte und fuhr ins Parkland Memorial Hospital. Um 13 Uhr Ortszeit wurde Präsident Kennedy für tot erklärt. Ein Priester erteilte die Sterbesakramente. Wenig später wurde Lee Harvey Oswald als Präsidentenmörder verhaftet und der Leichnam des Präsidenten nach Washington gebracht.

Aber bis heute spekuliert die ganze Welt über den wahren Mörder. Hatte Lee Harvey Oswald wirklich den Präsidenten erschossen? Um diese Frage zu beantworten, muss nach dem "Warum" also dem Motiv gefragt werden. Oswald bestritt die Tat und bezeichnete sich als Sündenbock. Er lieferte kein Motiv. Die Warren-Kommission - eine Kommission, die von 36. Präsidenten Lyndon B. Johnson eingesetzt wurde um das Attentat aufzuklären - entschied 9 Monate später, dass sein Motiv seine politische Gesinnung sei. Er war Marxist.

Aber WIE hat Lee Harvey Oswald nach Auffassung der Warren-Kommission den Präsidenten erschossen? - Mit einem italienischen Repetiergewehr mit defektem Zielfernrohr durch einen voll belaubten Baum mit drei Schüssen. Der erste Schuss, ist dabei meist der Beste, aber bei Oswald war es der Dritte. Der zweite Schuss wird als die "magische Kugel", für sieben Verletzungen bei Kennedy und dem Gouverneur von Texas, John Connally, verantwortlich gemacht. In der Theorie konnten Wissenschaftler den Verlauf dieser Kugel beweisen, aber in der Theorie können Wissenschaftler auch beweisen, dass ein Elefant an einem Gänseblümchen eine Klippe herabhängt.

Auch andere Ungereimtheiten lassen Zweifel an der Schuld Oswalds aufkommen. Zuerst wurde die Waffe, die man fand, als eine deutsche Mauser eingestuft, später als italienische Mannlicher/Carcano. Die Fingerabdrücke wurden bei der ersten Untersuchung der Waffe übersehen und erst nach dem Tode Oswalds gefunden. Schmauchspuren gab es an Oswald nicht. Die Route der Wagenkolonne wurde erst in letzter Sekunde geändert. Noch am Morgen war in der Dallas Morning News eine andere Route zu sehen gewesen. Woher wußte Oswald von der neuen Route? Es gibt einen Film, der den Präsidenten im Augenblick des Attentates zeigt, belegt eindeutig, dass der tödlich Schuss auf den Präsidenten von vorne kommt. Aber wie konnte Oswald sowohl im Schulbuchlagerhaus sein, dass sich hinter dem Präsidenten befand, als auch auf dem Grashügel vor dem Präsidenten?

Augenzeugen verschwanden nach dem Attentat spurlos. Steckte etwa die Mafia hinter allem? Diese Theorie vertreten heute einige Rechtsanwälte und Historiker - besonders nachdem 1976 ein zweiter Aussschuss bestätigte, dass es sich um eine Verschwörung gehandelt haben muss. Spätestens jetzt ist Oswald raus. Hatte die Mafia aber ein Motiv? Joe Kennedy, der Vater des Präsidenten, hatte die Mafia im Wahlkampf genutzt um zu gewinnen und anschließend verfolgte Robert Kennedy, der Bruder des Präsidenten und Justizminister, ihre obersten Bosse. Kennedy selbst weigerte sich Kuba zurück zu erobern.

Aber hatte die Mafia die Macht? Die Waffen und die Leute waren vorhanden. Aber die bevorzugte Mordwaffe der Mafia eine 38er. Auch die "Unfälle" der Augenzeugen wären für die Mafia kein Problem gewesen. Aber WIE konnte die Mafia ein Telegramm mit der Warnung eines Attentates auf den Präsidenten aus sämtlichen Polizeidienststellen entfernen lassen? Wie konnte die Mafia Beweismittel wie z.B. das Gehirn des Präsidenten entwenden? Wie konnte die Mafia die Fahrtroute ändern? Nein, das war zu groß für die Mafia.

Eine große Scharr aus Anwälten, Gelehrten und Historikern ist sich heute sicher, dass es sich um einen Staatsstreich handelte. Ein Staatsstreich oder Putsch ist laut Wiki "... eine meist überraschende, meist gewaltsame Aktion einer kleineren Gruppierung von Staatsorganen (meistens Militär) mit dem Ziel, die Regierung zu stürzen und die Macht im Staat zu übernehmen. Putschisten sind in der Regel hohe Militäroffiziere oder Führer paramilitärischer Organisationen."

Das Motiv für diese Theorie lieferte im Jahre 1967 Staatsanwalt Jim Garrison. Der Jurist war der einzige, der je eine Anklage im Attentat Kennedy führte. Am 11. Oktober 1963 verabschiedete John Fitzgerald Kennedy das National Security Action Memorandum (NSAM) 263. Inhalt war der Abzug der Truppen aus Vietnam bis zum Ende des Jahres 1963. Aber der Krieg ist in den USA einen Milliarden Dollar Industrie. Ein Präsident, der einen Krieg verhindern will, ist für die USA nicht tragbar.

Ein Staatsstreich ist so alt wie die Menschheit selbst. Schon die römischen Senatoren allen voran Brutus töteten 44 v. Chr. Cäsar. Aber war dies 1963 noch möglich? Wenn man sich die gesamten Fakten inkl. verschwunden Zeugen, Beweismittel und geänderter Route anschaut, dann bleibt nur diese Möglichkeit.


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Peter Engels 24. Nov. - 01:17 Uhr

Herr Theis,

die Aufnahme müssen Sie mir aber mal zeigen, auf der Sie oder irgend jemand anderes einen Schützen zu erkennen glauben.
Im Gegenteil: die neuen digitalen Bearbeitungen und Auswertungen aller Aufnahmen unter der Regie des Kurators des Six-Floor-Museums haben klar gezeigt, dass - wenn es denn einen Schützen an dieser Stelle gegeben hätte - dieser auch klar zu sehen gewesen wäre.
Weiterhin wurden in aktuellen ballistischen Versuchen auch klar die möglichen Folgen eines Teffers aus dieser Position gezeigt. Und diese wären eben völlig anders gewesen und hätten mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar Jackie Kennedy mit getroffen.

Das schließt zwar im Endergebnis eine Verschwörung noch nicht aus, aber auf keinen Fall hätte diese sich dann so zugetragen, wie es viele Theoretiker glauben machen wollen. Denn zumindest die Schussfolge und die Schussausgangsposition der treffenden Schüsse kann inzwischen als klar nachgewiesen angesehen werden.

Schakal 23. Nov. - 15:30 Uhr

Achte auf den Mann mit dem Schirm im Zapruder Film. Elm Sreet 1230 am Wegweiser zum AIRPORT spannte er sein Schirm auf als die Limousine des Präsidenten direkt vor ihm war. Wollte er sich schützen vor der Sonne am milden Novembermittag? Bestimmt! Aber da war er der einzigste. Wenn direkt der Präsident an mir vorbei fahren würde, würde ich in diesem Moment auch den Schirm aufmachen, macht doch Sinn.Oder doch nicht???

Name 23. Nov. - 15:11 Uhr

Wo waren die Medien in der Elm Street. Da kommt der Präsident zu Besuch und es steht kein Kamerateam auf den Strassen Main Street Housten Street. Hat anscheinend niemand interresiert von der Presse.

Torben Theis 23. Nov. - 13:22 Uhr

Die letzte offizielle Untersuchungskommission, das House Select Committee on Assassinations, bestätigte 1979 in ihrem Bericht, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit noch einen weiteren, unidentifizierten Schützen gegeben habe. Wenn man sich mit dem ganzen Komplex der Ermordung - insbesondere dem WARUM - beschäftigt, wenn man sich die neuesten Auswertungen des Films von Orville Nix und des Fotos von Mary Moorman anschaut, auf denen ein Schütze auf dem Grashügel zu erkennen ist, sdann wird man sehr schnell erkennen, dass das Attentat ein Mordkomplott war. Ich bin kein Verschwörungstheoretiker. Ich glaube die USA waren auf dem Mond und ich glaube die Anschläge vom 11. September waren ein Terrorakt. Aber genauso sehr bin ich davon überzeugt, dass Präsident Kennedy 1963 in einem Kreuzfeuer starb.

Peter Engels 23. Nov. - 00:53 Uhr

Abgesehen davon, dass dieser Artikel nur so von sowohl inhaltlichen wie auch rechtschreibtechnischen Fehlern trieft, wurden hier einfach verschiedene andere Populationen "zusammengeschnitten".

Fast alle Argumente einer Verschwörungstheorie im Fall Kennedy konnten in jüngster Zeit mittels heute nunmal vorhandener Technik entkräftet werden, während mindestens die tödlichen Schüssen zweifelsfrei dem fünften Stock des Lagerhauses und somit mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Oswald zugeordnet werden konnten.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Engels
„John Fitzgerald Kennedy –
Das Infoportal zum 35. Präsidenten der Vereinigten Staaten“
E-Mail: Kennedy.Infoportal@yahoo.de
Tel: +49(0)172 585 99 67
Fax: +49(0)761 519 28 92

06. Dez. - 13:31 Uhr

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