Nils 0
Millionen-Flop

John Carters Abenteuer auf dem Mars will niemand sehen

Er wurde schon als legitimer Nachfolger von Avatar gefeiert. Aber „John Carter – Zwischen zwei Welten“ floppt an den Kinokassen und die Walt Disney Studios schreiben mit ihrem vermeintlichen Blockbuster dicke, rote Zahlen.


Beim Namen Edgar Rice Burroughs wird es nicht bei jedem gleich klingeln. Der Mann erfand Tarzan, den beliebten Helden aus dem Dschungel, aufgewachsen bei den Affen. Weniger bekannt ist, dass aus Burroughs Feder auch die Abenteuer von „John Carter“ auf dem Mars stammen. Und genau die haben die Disney-Studios verfilmt. Herausgekommen sein soll eine Mischung irgendwo zwischen Avatar und Krieg der Sterne. Das Problem: Keiner interessiert sich für den Film, der nun für Disney zum Missverständnis wird. Und zwar zu einem sehr teuren.

Denn Experten rechneten bereits vor, dass „John Carter“ derart an den Kinokassen floppt, dass Disney mit dem vermeintlichen Blockbuster ein Minusgeschäft von bis zu 200 Millionen US-Dollar machen soll. Das Gesamtprojekt habe rund 350 Millionen US-Dollar gekostet. Als „John Carter“ in den Vereinigten Staaten anlief, spulte er am ersten Wochenende gerade einmal 30 Millionen US-Dollar ein. Bereits die im Vorfeld angestellten Umfragen der Marktforscher hatten ein derartiges Debakel vorausgesagt. Es folgte Woche Nummer zwei, und es lief in den USA für den Helden vom Mars nur noch schlechter: Einspielergebnisse von 13,5 Milionen US-Dollar und tiefe Enttäuschung waren die Folgen.

Frustriert reagierte übrigens nicht zuletzt Regisseur Andrew Stanton, der in einem Interview mit der Online-Ausgabe des Stern sagte: „Mit einem fünf Millionen teuren Indie-Film über zwei Leute beim Abendessen könnte ich grandioser scheitern als mit diesem.“ Und so wird es wohl auch nichts mit einer Fortsetzung von „John Carter“. Edgar Rice Burroughs würde sich wohl im Grabe umdrehen, angesichts dieses Misserfolgs. An den Kassenschlager „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ reicht sein Mars-Epos jedenfalls in keinster Weise heran: James Camerons Kino-Spektakel brachte es 2009 auf ein Einspielergebnis von rund 2,8 Milliarden US-Dollar und schlug so den bisherigen Platzhirsch Titanic mit rund 1,8 Milliarden US-Dollar um Längen. Auch beim Untergang des Luxusliners zeichnete James Cameron als Regisseur verantwortlich.


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