Von Mark Read 0

Jörg Kachelmann: In der Schweiz wäre er sicher


Seit gestern ist TV-Wettermann Jörg Kachelmann wieder auf freiem Fuß, nachdem er zuvor vier Monate lang wegen der angeblichen Vergewaltigung seiner Ex-Freundin in U-Haft gesessen hatte. Nachdem sich allerdings kein dringender Beweis gegen den 52-jährigen Moderator finden ließ und außerdem Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Klägerin aufkamen, wurde Kachelmann wieder auf freien Fuß gesetzt. Zumindest vorläufig.

Denn am 6. September beginnt im Mannheim trotzdem der Strafprozess gegen den beliebten Fernsehmann. Dort könnte er dann endgültig freigesprochen, oder, falls sich doch noch Beweise auftun, schuldig gesprochen werden. In diesem Falle würde es für ihn heißen: Zurück in den Knast, und zwar für 15 Jahre!

Doch wie ein großes deutsches Boulevardblatt spekuliert, könnte sich Kachelmann einem eventuellen Zugriff der deutschen Justiz ganz einfach entziehen. Da er Schweizer Staatsbürger ist, seinen Wohnsitz in der Schweiz hat und auch seine Wetterfirma im Alpenstaat ansässig ist, könnte Kachelmann einfach dorthin zurück gehen und zum Prozessauftakt nicht erscheinen. Die deutsche Justiz wäre dann machtlos, denn im Schweizer Grundgesetz ist verankert, dass keine Staatsbürger an das Ausland ausgeliefert werden!

Allerdings würde sich Kachelmann gerade durch ein solches Vorgehen erst recht verdächtig machen und es ist anzunehmen, dass Deutschland dann Mittel und Wege finden würde, um ihn trotzdem vor Gericht zu bringen. Wenn Kachelmann wirklich unschuldig ist, dann wird er wohl einfach am 6. September vor Gericht erscheinen.


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