Von Mark Read 0

Jörg Kachelmann: Ex-Geliebte Claudia D. gibt erstes Interview


Freispruch für Jörg Kachelmann - mit diesem Urteil endete vor wenigen Wochen der spektakuläre Prozess gegen den beliebten TV-Wettermoderator. Nach Ansicht des Gerichts gab es einfach nicht genügend Beweise dafür, dass der 52-Jährige seine Ex-Geliebte Claudia D. vergewaltigt haben soll. Nun gab die 38-jährige Wettermoderatorin der "Bunten" ein Interview und sprach über das Gerichtsurteil und ihre Gefühle.

Kachelmann hat seit seinem Freispruch bereits einige Interviews gegeben und unter anderem die Medien für ihre Berichterstattung hart kritisiert. Claudia D. hingegen hat die kompletten 16 Monate, seitdem sie ihren langjährigen Freund wegen Vergewaltigung anzeigte, geschwiegen. Bis jetzt.

Im Interview mit der "Bunten" spricht D. unter anderem über den Augenblick, als die Richter Kachelmann nach 43 Verhandlungstagen freisprachen. "Ich war fassungslos, völlig fassungslos. Ich konnte es nicht glauben, dass dieses Gericht nicht die Wahrheit sehen wollte. Das habe ich nicht verstanden. Und ich verstehe es bis heute nicht", sagt die Blondine, die sich für das Interview erstmals ohne Gesichts-Verpixelung fotografieren ließ.

Auch die Abschluss-Rede von Richter Michael Seidling hat ihr zugesetzt. Der Richter hatte gesagt: "Wir entlassen den Angeklagten und die Nebenklägerin mit einem möglicherweise nie mehr aus der Welt zu schaffenden Verdacht, ihn als potenziellen Vergewaltiger, sie als potenzielle rachsüchtige Lügnerin." Das sei unhaltbar, so Claudia D.: "Wer mich und ihn kennt, zweifelt keine Sekunde daran, dass ich mir diesen Wahnsinn nicht ausgedacht habe. Ich bin keine rachsüchtige Lügnerin."

Ihr Fazit aus dem Vergewaltigungsprozess fällt ernüchternd aus: "Ich würde jeder Frau abraten, ihren Peiniger anzuzeigen, wenn dieser reich ist und sich mit Geld freikaufen kann." Zudem sei der Klägerin eine mediale Hetzjagd gewiss - auch bei ihr war es so. "Man hat versucht, mich mit gezielten Hetzkampagnen zugrunde zu richten und in den Selbstmord zu treiben." Sie habe den Stress nur mit Hilfe ihres Therapeuten und ihrer Familie durchstehen können. Auch, weil die Öffentlichkeit zu weiten Teilen auf Kachelmanns Seite gestanden habe. "Dem lustigen Wetteronkel aus dem Fernsehen traut man schließlich nichts Böses zu, weil die Öffentlichkeit ja nicht ahnt, was wirklich hinter seiner Maske steckt. Ich hatte von Anfang an keine Chance gegen ihn. Bei mir hieß es stets, ich wolle mich nur rächen, mich wichtig machen und von seinem Geld profitieren."

Sie will nun ihr Leben wieder selbst bestimmen und kämpfen - auch gegen die Anwälte von Jörg Kachelmann, die ihr - so ihre Vermutung - in den nächsten Monaten hart zusetzen werden.


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