Von Mariam Fall 0
Kritik an "Wilder Ehe"!

Joachim Gauck und seine Lebensgefährtin: Muss er sie jetzt heiraten?

Kaum scheinen sich die Politiker aller Parteien mal geeignet zu haben, gibt es doch wieder etwas zu kritisieren. Das Problem diesmal: Unser vermutlich nächster Bundespräsident Joachim Gauck soll, so wird gefordert, seine langjährige Lebensgefährtin doch endlich heiraten !


"Mei o mei", kann man da nur noch kopschüttelnd sagen. Als ob es in unserem Land keine wichtigeren Probleme gäbe, als die persönlichen Lebensverhältnisse unserer Spitzenpolitiker ...

Wir erinnern uns: Christian Wulff ist weg, sein Nachfolger für das Amt des Bundespräsidenten aber bereits so gut wie gefunden. Alle großen Parteien einigten sich auf Joachim Gauck. Für den 72-Jährigen und seine langjährige Lebensgefährtin Daniela Schadt bedeutet das natürlich in erster Linie eine völlige Umstellung:

"Das ist alles noch etwas unwirklich“, zitierte die Bild Zeitung die Journalistin und zukünfigte First Lady. Gegenüber ihren Kollegen der „Nürnberger Zeitung“  sagte sie laut Bild in einem Interview weiter: „Die Vorstellung, mit Michelle Obama beim Damenprogramm zu sitzen, ist bislang noch sehr abstrakt.“.

Gauck lebt seit 1991 von seiner Ehefrau Gerhild getrennt, hat sich aber nie scheiden lassen. Dass er und seine Daniela nun seit immerhin 12 Jahren ein Paar, aber nicht verheiratet sind, müsste, so könnte man zumindest meinen, in einer "modernen" Gesellschaft nicht sonderlich für Diskussion sorgen.  Doch trotzdem waren schon erste kritische Stimmen aus der Politik hören. Laut Bild äußerte sich CSU-Familienpolitiker Norbert Geis gegenüber der „Passauer Neuen Presse”: „Es dürfte wohl im Interesse des Herrn Gauck selbst sein, seine persönlichen Verhältnisse so schnell als möglich zu ordnen, damit insoweit keine Angriffsfläche geboten wird”. Auch Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) zeigte sich der Idee einer schnellen Hochzeit des zukünftigen Präsidentenpaares nicht abgeneigt. Dahingegen konterte FDP-Politiker Guido Westerwelle in der "Rheinischen Post": "Die Kritik an den persönlichen Lebensverhältnissen des nominierten Bundespräsidenten ist stillos”.

Eins ist jedenfalls klar: Ob geheiratet wird oder nicht, bleibt immer noch die Entscheidung der Betroffenen selbst! Anders gesagt: Joachim Gauck und Daniela Schadt werden schon wissen, was sie tun - und was nicht.


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