Von Nils Reschke 0
Ausraster im Pariser Cafe

Jetzt spricht Stardesigner John Galliano erstmals über seine Fehltritte

Zwei Jahre sind mittlerweile vergangen, als ein Amateurvideo auf Youtube die Runde machte, das für John Galliano noch schwerwiegende Folgen haben sollte.


Damals rastete der einstige Stardesigner in einem Cafe in Paris völlig aus und beschimpfte eine Gruppe von Italienerinnen aufs Heftigste mit antisemitischen Sprüchen. John Galliano hatte sie für Jüdinnen gehalten. Erstmals äußerte sich Galliano nun in einem Interview zu den Vorfällen, die ihm letztendlich auch den Job kosteten.

In der Juli-Ausgabe des bekannten US-Magazins Vanity Fair meinte de Designer: „Ich fragte mich, wieso mein Hass auf diese Leute gerichtet war. Ich war so wütend und frustriert über mich, dass ich das Verachtenswerteste sagte, das mir einfiel“, lautete seine Entschuldigung. Letztendlich sei es seine Alkohol- und Tablettensucht, der er wegen des beruflichen Drucks verfallen war, die ihn wohl dazu getrieben habe, so seine Schlussfolgerung.

„John Galliano ist eine kreative Kriegsmaschine, aber kein Antisemit“

Das Ende vom Lied: Nach diesem Vorfall in der französischen Hauptstadt feuerte das Modehaus Dior seinen bisherigen Kreativdirektor. Denn solch eine Rufschädigung kann sich in der Glitzerwelt der Mode schließlich kein Label leisten. Beistand erhält Galliano heute von Modeprofessor Julien Furnie, der damals auch sein Kollege war: „John ist eine kreative Kriegsmaschine, das ja“, sagte der in einem Interview mit der Gala. „Aber antisemitisch? Er war schon als Rabbi auf dem Laufsteg und hat sich schon immer für Minderheiten eingesetzt.“ Auch Kate Moss hielt zu ihm. „Ihr Hochzeitskleid entwerfen zu dürfen war meine Rettung“, sagt Galliano, der bis heute jedoch nicht mehr so recht Fuß fassen konnte in der Modewelt.


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