Von Mark Read 0
Arzt schuld an Jackos Tod

Jackson-Prozess: Schuldspruch gegen Dr. Conrad Murray

Der ehemalige Leibarzt des verstorbenen Popstars Michael Jackson, Dr. Conrad Murray, ist der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen worden. Ihm drohen bis zu vier Jahre Haft. Das Urteil der Geschworenen bildet den Abschluss eines spektakulären, heiß diskutierten Prozesses.


Am 29. November wird das Gericht über das endgültige Strafmaß für Dr. Murray entscheiden. Als die Jury den Schuldspruch für den Arzt verkündete, blieb dieser bis auf ein kurzes Zucken äußerlich ungerührt. Dem 56-Jährigen drohen nicht nur vier Jahre in Haft, sondern auch der Verlust seiner Approbation als Arzt.

Der Gerichtsprozess um den Tod von Michael Jackson im Juni 2009 hatte sechs Wochen gedauert. In seinem Verlauf wurden insgesamt 49 Zeugen vernommen und über 300 Beweisstücke vorgelegt. Nun haben die sieben Männer und fünf Frauen aus der Geschworenen-Jury also das Urteil gesprochen: Murray ist schuld an Jacksons Tod. Die Verteidigung weist die Anschuldigungen natürlich weiterhin zurück und behauptet, Jackson habe sich das Medikament Propofol, das letztlich den Tod herbeiführte, selbst verabreicht.

Doch nicht nur der Staatsanwalt bezeichnete Murrays Handeln, nachdem er den am Boden liegenden Jackson als erster fand, als bizarr: Er verständigte nicht sofort den Notruf, und informierte auch die eintreffenden Sanitäter nicht über die Propofol-Behandlung des Superstars. Ob die Wahrheit über die Schuld an Jacksons Tod je endgültig ans Tageslicht kommt, steht in den Sternen.

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