Von Stephanie Neuberger 0
Doch unschuldig?

Jackson-Prozess: Dr. Conrad Murray möchte Urteil anfechten

Dr. Conrad Murray wurde für schuldig befunden, dem King of Pop, Michael Jackson, die tödliche Dosis Propofol verabreicht zu haben. Doch der Arzt bestreitet dies und möchte deshalb erneut vor Gericht ziehen, um seine Unschuld zu beweisen.


Im Juni 2009 stand die Musikwelt für einen kurzen Moment still. Michael Jackson, bereits zu Lebzeiten eine Legende, starb an einer Überdosis eines Betäubungsmittels. Sofort wurde sein Leibarzt Dr. Conrad Murray beschuldigt, den King of Pop getötet zu haben. Fans auf der ganzen Welt trauerten und auch seine Familie wollte Gerechtigkeit. Die Staatsanwaltschaft klagte Dr. Murray wegen fahrlässiger Tötung an. Das Gericht sah es für erwiesen an, dass der Arzt Michael Jackson die tödliche Dosis an Propofol verabreicht hat. Im letzten Jahr wurde Murray zu vier Jahren Haft verurteilt sowie einer beachtlichen Geldsumme, die er an Michaels drei Kinder zahlen muss.

Schon während des Prozesses beteuerte Conrad, dass nicht er sondern Jackson sich selbst die Überdosis verabreicht hat. Beweisen konnte er es allerdings nicht. Doch Murray möchte sich mit dem Urteil und dem Schuldspruch nicht abfinden und soll gestern einen Antrag bei Gericht eingereicht haben. Wie TMZ berichtet, möchte Conrad erneut versuchen darzulegen, dass Michael Jackson sich selbst getötet hat. Ziel der erneuten Gerichtsverhandlung soll es sein, die gerichtlich verordnete Schadenssumme von 100 Millionen Dollar zu senken. Die Staatsanwaltschaft fordert, dass Dr. Murray den Kindern, Prince Michael, Paris und Blanket, diese hohe Summe zahlt. Es soll sich dabei um den Betrag handeln, den Michael Jackson bei seiner geplanten "This is it" Tour verdient hätte. Könnte Conrad Murray vor Gericht deutlich machen, dass der Musiker sich die Dosis gespritzt hat, so würde die Summe deutlich geringer ausfallen.

Es sieht ganz so aus, als sei das letzte Wort im Prozess noch nicht gesprochen.


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