Von Sabine Podeszwa 0
Musikkolumne

Jack White und sein Solo-Debüt „Blunderbuss“: Streifenlos glücklich

Er war die männliche Hälfte der "White Stripes", nun ist Jack White alleine unterwegs. Was geblieben ist, ist der Erfolg. Whites erstes Soloalbum "Blundebuss" schaffte rund um den Globus hohe Charteinstiege und wurde von der Kritik in höchsten Tönen gelobt. Wir haben auch mal reingehört, und stellen fest: Das Lob war vollauf berechtigt.


Als die White Stripes im Februar 2011 ihre Auflösung bekanntgaben, war irgendwie schon klar, dass man von Jack White noch etwas hören würde. Nach den Erfolgen, die Jack und Meg White mit den White Stripes feierten und dem individuellen und so charakteristischen Stil, den die Band ihr Eigen nannte, wäre es einfach eine Verschwendung großen Talents gewesen. Jack und Meg White, ein „Geschwisterpaar“, so die offizielle Version, wurden schließlich von einer amerikanischen Zeitschrift als geschiedenes Ehepaar geoutet. Es wäre einfach zu komisch gewesen, waren sie altersmäßig doch nur sieben Monate auseinander. Wie dem auch sei. Jack White ist neben seinen diversen anderen Band-Projekten auch Solo-Künstler. Sein erstes  langerwartetes Album „Blunderbuss“ ist seit dem 20. April auf dem Markt und steht prompt auf Platz 3 der deutschen Albumcharts. Ein überraschender Erfolg, zählten die White Stripes und Jack White für mich doch nie zum Mainstream, obwohl man natürlich einige vorhergehende Chartsplatzierungen nicht unterschlagen darf. Offenbar hat sich mittlerweile rumgesprochen, dass Jack White ein Garant für gute Musik ist.

„Blunderbuss“ ist jedenfalls genau das, was man von Jack White erwartet. Es erinnert natürlich an die White Stripes und das ist gut so. Eine melodiöse Mischung aus Alternative, Rock and Roll und Blues. Die erste Single-Auskopplung „Love Interruption“ versetzt einen musikalisch prompt in die siebziger Jahre. Ein Song mit vielen Country-Elementen, der einem im Gedächtnis bleibt. Bei „Sixteen Saltines“ und „Freedom at 21“ geht es dafür schon ein bisschen rockiger zur Sache und „I’m Shakin“ erinnert schlicht und ergreifend an den Rock and Roll der Fünfziger und Sechziger Jahre, zu dem Elvis Presley schon seine Hüften kreisen ließ. Wie vielfältig das Album ist, zeigt zum Beispiel der Song „Trash Tongue Talker“, in dem das Piano in Verbindung mit Trommelwirbeln zum Zuge kommt oder die Ballade „On and On and On“. Als Fazit kann ich abschließend sagen, dass Jack White der Erwartungshaltung durchaus gerecht wird und ein durch und durch gutes Album abliefert, das seinen vergangenen Projekten in nichts nachsteht. Im Sommer wird er es auf drei Konzerten in Deutschland vorstellen. Am 26. Juni spielt er in Berlin, am 27. in Köln und am 5. Juli in Hamburg.


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