Von Nils Reschke 0
EM 2012 Gruppe C

Italien müht sich gegen die tapfer kämpfenden Iren ins Viertelfinale

Sicher darf man sich bei dieser EM 2012 in Polen und der Ukraine nun wahrlich nicht sein. Selbst dann nicht, wenn man wie Italien ein Spiel gegen Irland so deutlich dominiert. Am Ende ging aber doch alles gut. „Bella Italia“ feiert seine Helden, die im Viertelfinale stehen.


Es war nun wahrlich nicht so souverän, wie sie sich das vorgestellt hatten, die Italiener. Am Ende stand dann zum Abschluss der Gruppe C aber doch der von allen eingeforderte 2:0-Sieg der Squadra Azzurra. Nach dem Schlusspfiff wurde es nur noch einmal kurz spannend – bis das Ergebnis des Parallelmatches dann feststand – ebenso wie die Tatsache, dass Italien sich durch den 1:0-Erfolg der Spanier gegen Kroatien als Gruppenzweiter für das Viertelfinale qualifiziert hatte. Ob der Gegner nun England, Frankreich oder Ukraine heißen wird für die Squadra Azzurra, das wird sich heute Abend zeigen.

Giovanni Trapattoni, der italienische Coach der irischen Nationalmannschaft, dachte gar nicht daran, zu rotieren und damit eventuell seinem Heimatland einen kleinen Vorteil zu schenken. Die „Boys in Green“ schickte er in Bestbesetzung ins Rennen, doch die sahen sich gleich unter Beschuss. Nach einer halben Stunden häuften sich italienische Chancen. Irland hatte zunächst noch Glück, als der türkische Referee Cüneyt Cakir nicht auf Strafstoß entschied. Denn Antonio di Natale traf bei seinem Drehschuss den Arm von Richard Dunne, der Schiedsrichter allerdings ließ weiterlaufen. Nur drei Minuten später hatte di Natale die nächste Möglichkeit. Shay Given hatte der italienische Stürmer bereits ausgespielt, doch seinen Schuss aus spitzen Winkel kratzte Sean St. Ledger von der Linie, beim Nachschuss von Antonio Cassano war dann wieder Irlands Keeper auf dem Posten (34.). Beim anschließenden Eckball war Cassano dann zur Stelle. Mit dem Hinterkopf landete das Leder deutlich hinter der Linie (35.).

Noch allerdings war die Squadra Azzurra nicht durch. Ein Treffer für Irland – alles wäre vorbei gewesen. Eine gute Möglichkeit hatte das Team von Giovanni Trapattoni dann doch noch. Keith Andrews, der kurz darauf die Gelb-Rote Karte sah, prüfte den ansonsten kaum beschäftigten Torwart Gianluigi Buffon bei einem Freistoß. Die Entscheidung fiel  in der Schlussminute: Andrea Pirlos Eckball landete beim eingewechselten Mario Balotelli, der mit einem gekonnten Drehschuss technisch perfekt zum 2:0-Endstand für die Italiener abschloss. Italien steht somit im Viertelfinale, könnte im Halbfinale dann auch auf die deutsche Elf treffen.


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