Von Stephanie Neuberger 0
Braucht man das?

Ist 3D eine großartige Kinorevolution oder technischer Schnickschnack?

Als ich vor ein paar Tagen "The Amazing Spider-Man" in 3D sah, musste ich mich ständig fragen, ob dieser Effekt das Kino wirklich revolutioniert oder ob er dem Filmgenuss schadet. Zu einer klaren Meinung bin ich bisher noch nicht gekommen.


Es ist nicht das erste Mal, dass 3D die Film- und Kinowelt erobern möchte. Scheiterte die technische Revolution in der Vergangenheit stets, sieht es nun so als, als setzt sich 3D durch. Aber nicht alle sind davon begeistert. Viele meiner Bekannten erzählten mir, dass sie einen ganzen Film mit diesem „Special Effect“ zu anstrengend für die Augen fänden. Obwohl ich damit keine Probleme habe, bin ich immer noch hin- und hergerissen, ob 3-D wirklich so toll ist oder ich mir wünsche, dass es wieder verschwindet.

Erst unlängst sah ich „The Amazing Spider-Man“ im Kino. An dieser Stelle sei kurz erwähnt, dass Andrew Garfield als Spinnenmann ganz hervorragend ist und mir besser gefällt als Tobey Maguire. Auch der neuste Film über den Superhelden ist selbstverständlich in 3D, wie derzeit die meisten Streifen. Tatsächlich hätte ich die meiste Zeit lieber ohne Brille auf die Leinwand geschaut. Warum? Das will ich Euch verraten.

Während der Effekt bei den Flugszenen von Spiderman und bei anderen Actionszenen Sinn macht, könnte ich bei allen anderen Szenen darauf verzichten. Denn die Brille hat einen deutlichen Nachteil. Abgesehen davon, dass sie etwas unbequem ist (zumindest auf meiner Nase), dunkelt sie das Bild doch stark ab. Und da ich lieber helle Bilder ohne Effekt sehe, als ein dunkles mit 3D, hätte mir auch „The Amazing Spider-Man“ ohne technischen Schnickschnack besser gefallen. So ergeht es mir mit vielen Streifen, die diese neue Technik verwenden.

Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass es bei Animationsfilmen ganz anders aussieht. Bei der Filmvorschau wurde unter anderem „Madagaskar 3“ gezeigt. Natürlich in 3D und dabei konnte ich einen deutlichen Unterschied erkennen. Sicherlich ist es bei einem animierten Film leichter diesen Effekt zu erzeugen als real gespielten Streifen. Bei Animationsfilmen ist es sicher ein echter Erfolg und wirklich spannend zu sehen, wie die Figur in 3D zum Leben erweckt werden. Bei Spiderman und anderen, muss ich gestehen, dass ich darauf verzichten könnte und lieber wie bisher ohne Brille auf der Nase den Film sehen möchte.

Nicht immer ist eine neue Technik wirklich eine Erfindung, die Dinge verbessert. Auch ohne, dass meine Auge angestrengt sind, würde ich den Effekt lieber wieder verschwinden lassen. Zumindest bei Filmen mit echten Schauspielern. Leider bleibt einem kaum eine Wahl, da viele Kinos die 3D Streifen auch nur mit diesem Effekt zeigen. Schade, denn ich bin und bleibe wohl ein Kinogänger der alten Schule, der ohne Brille und mit Popcorn den Film genießen möchte.


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