Von Nils Reschke 0
Wechsel ist fix

Im Fall Robert Lewandowski wollen die Vereine noch das Pokalspiel abwarten

Robert Lewandowski wird ab dem kommenden Sommer nicht mehr für Borussia Dortmund, stattdessen für den FC Bayern München stürmen. Das scheint schon seit vier Wochen klar zu sein. Die beiden Vereine wollen mit der Vollzugsmeldung eigentlich noch das Pokalspiel Ende Februar abwarten.


In der Bundesliga ist der deutsche Rekordmeister dem amtierenden Champion längst enteilt. Nachdem die Bayern auch in Wolfsburg gewonnen haben, beträgt der Vorsprung auf Meister Borussia Dortmund, der erst am Samstagabend gegen Frankfurt im Einsatz ist, schon stolze 18 Punkte. Das reicht normalerweise aus, um gleich zwei bis drei Meisterschaften zu verteidigen. Deswegen fiebern die Fans des BVB auch besonders dem 27. Februar entgegen, wenn die Schwarz-Gelben im Viertelfinale des DFB-Pokals bei den Bayern antreten. Da kann man den Münchnern dann zumindest eine auswischen und ihnen einen Titel stibitzen. Doch dieses Datum ist noch aus einem ganz anderen Grund ein besonderes.

Denn wie der Münchner Merkur berichtet, ist der Transfer von Dortmunds Stürmer Robert Lewandowski zum deutschen Rekordmeister beschlossene Sache. Die Verantwortlichen wollen nur kein unnötiges Öl ins Feuer gießen und das Duell im DFB-Pokal noch abwarten, bevor der Wechsel dann publik gemacht werden soll – ganz offiziell. Geeinigt habe man sich schon vor vier Wochen, berichtet die Zeitung weiter. Die einzige Frage, die jetzt noch im Raum steht: Halten alle Beteiligten wirklich dicht bis zum Pokalmatch. Oder wird der Transfer doch schon eher öffentlich gemacht?

Die Zeit wäre jetzt eigentlich günstig, denn der Dortmunder Angreifer muss aktuell drei Spiele pausieren. Robert Lewandowski kassierte in der Partie gegen den Hamburger SV eine Rote Karte, wurde vom Sportgericht für drei Spiele gesperrt. Tatsächlich äußerte sich Matthias Sammer schon etwas offenherziger in Sachen Lewandowski-Transfer: „Ich kann nicht beurteilen, was der Berater sagt. Ich habe gesagt, was ich sagen musste und sagen wollte und was gesagt werden darf.“ Und Karl-Heinz Rummenigge ergänzte auf die Frage nach dem Wahrheitsgehalt dieser Meldungen vielsagend: „Das verrate ich nicht, dann wäre die Spannung weg.“ Nun denn, herzlich willkommen in München, Robert Lewandowski!


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